Borussia Dortmund

Doppel-Debüt: Haaland und Reyna bringen Favre in Verzückung

on

Borussia Dortmund hat nach wildem Spiel einen erfolgreichen Auftakt ins Kalenderjahr 2020 gefeiert. Nach dem 5:3 beim FC Augsburg gehören die Schlagzeilen Erling Haaland. Der Neuzugang hatte binnen weniger Minuten einen Hattrick erzielt. Lucien Favre zeigte sich von seinem Debüt beeindruckt, lobte aber auch einen weiteren Neuling.

„Wir haben auch mit Gio Reyna gespielt. Es war sehr gut. Das erste Mal, dass er hier spielt, mit 17, das ist gut. Ein 17-Jähriger, ein 19-Jähriger [Haaland, Anm. der Red.], das finde ich gut“, so der Schweizer beim TV-Sender Sky. Wer öfter Interviews mit Favre hört, weiß: Für den zurückhaltenden Chefcoach des BVB war das schon ziemlich großes Lob an die Adresse seiner beiden offensiven Teenager. Den dritten, Jadon Sancho, vergaß er dabei sogar noch. Reyna gab von der Bank sein Profidebüt, nachdem der US-Amerikaner infolge guter Darbietungen im Trainingslager bei der ersten Mannschaft verbleiben darf.

„Sofort seine Stärke gezeigt“

Natürlich wird die größere Aufmerksamkeit dem dreifachen Torschützen zuteil werden, womit sie beim BVB sicher nicht unzufrieden sind. „Er hat sofort seine Stärke gezeigt, die Läufe in die Tiefe. Er bewegt sich gut zwischen den Linien. Das gibt uns eine andere Möglichkeit, nach vorne zu spielen“, analysierte Favre gegenüber dem TV-Sender. Er hatte den Norweger unmittelbar nach dem 1:3 durch den FCA aufs Feld geschickt. Es dauerte nur drei Minuten, da traf Haaland und gab dem Team so einen merklichen Schub, wie Favre betonte. Den Trainer treibt bei aller Freude über seinen neuen Stürmer aber auch um, warum Dortmund in die Situation geriet, dessen besonderen Einstand bitter zu benötigen.

Qualitäten nach vorne außer Frage

„Es war ein verrücktes Spiel, wir hätten schon lange führen müssen in der 1. Halbzeit. Stattdessen verlieren wir die Halbzeit 0:1.“ In der zweiten Hälfte erhöhte der BVB das Risiko, zahlte erst mit zwei Gegentreffern die Strafe, ehe die Einwechslung von Haaland die Wende einläutete. „Nachher haben wir ohne Ende nach vorne gespielt. Da wissen wir, dass wir die Fähigkeiten haben, etwas zu machen“, so Favre. Tatsächlich war das auch vor der Verpflichtung des Norwegers der Fall. Die Frage bleibt, ob Borussia Dortmund defensiv sicher genug stehen kann, um vorne nicht auf Wunderdinge angewiesen zu sein. Nach Spiel eins im Jahr 2020 kann die Frage nicht mit ‚Ja‘ beantwortet werden.

About Lars Pollmann

Lars Pollmann begann sein Autorendasein als englischsprachiger Blogger (Bleacher Report, Yellowwallpod). Seit 2018 zählt er zur Redaktion von fussball.news. Seine Leidenschaft gehört darüber hinaus dem italienischen Fußball (vor allem Inter Mailand) sowie dem Radsport.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.