Bundesliga

Dieter Hoeneß vor Abschied seines Bruders: Menschenrechte-PK „war sicher kein Highlight“

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Im Oktober 2018 war die Lage des FC Bayern durchaus problematischer als im November 2019. Seinerzeit bildete die Klubführung eine Wagenburg und holte in einer sofort legendären Pressekonferenz zum Rundumschlag gegen die Medien aus. Karl-Heinz Rummenigge sprach von der Würde des Menschen, Uli Hoeneß lederte wenig später gegen Juan Bernat. Bruder Dieter erinnert vor dem Abschied des Präsidenten am Freitag den halbstündigen Auftritt.

„Ich glaube nicht, dass die Pressekonferenz auf Wunsch von Uli stattgefunden hat“, so der frühere Bayern-Stürmer gegenüber dem TV-Sender Sky. „Ich glaube, dass alle Beteiligten es zurückdrehen würden, wenn sie es könnten. Und sagen würden: ‚Komm, löschen wir einfach‘.“ Stattdessen ernteten die Klubchefs allenthalben Hohn und Spott für die Pressekonferenz, die ziemlich aus den Fugen geriet. „Es war sicher kein Highlight, aber davon gab es beim FC Bayern so viele, dass man sich mit einem solchen Nebenkriegsschauplatz nicht zu lange aufhalten sollte“, sagt Dieter Hoeneß allerdings.

„Wir sind uns alle einig“

Es gebe genügend Gründe, sich über andere Dinge zu ärgern. Dabei wählt er den, wie er selbst erklärt, hinkenden Vergleich zu US-Präsident Donald Trump. Der lasse am Tag fünf bis zehn Tweets ab, die ausschließlich Kopfschütteln verursachten. „Und der FC Bayern macht einmal eine Pressekonferenz und es wird noch Jahre drüber geredet“, so Hoeneß. Entsprechend hätte er sich aus seiner Sicht eine gelassenere Haltung der Medien gewünscht. Für die war der Auftritt von Rummenigge, Uli Hoeneß und Hasan Salihamidzic im Oktober 2018 freilich ein gefundenes Fressen. „Wir sind uns alle einig, auch die, die sie damals einberufen haben: Die Pressekonferenz hätte man lassen können“, so Hoeneß.

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