Bundesliga

Diese Gefahren sieht Reif für Niko Kovac

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Der FC Bayern München findet keinen Ausweg aus dem Krisenmodus. Sport1-Experte Marcel Reif sieht einige Gefahren für Trainer Niko Kovac.

„Wenn du den Trainer nach acht oder neun Spieltagen schon so schützen musst, dann ist das nicht gut. Das war verdammt früh“, stellte Marcel Reif fest. Möglicherweise fehlen Sportdirektor Hasan Salihamidzic und Trainer Niko Kovac noch die nötige Erfahrungen, un einen Topklub wie den FC Bayern zu führen. Reif sagte zwar: „Die Bayern haben einen jungen Sportdirektor, der ständig von allen Seiten hinterfragt wird. Sie haben einen jungen Trainer, das kannst du ihnen nicht zum Vorwurf machen.“

„Brandgefährlicher“ Spruch von James

Allerdings merkte der frühere Kommentator an: „Aber solche Sprüche wie von James, der sagte, ‚das hier ist nicht Frankfurt‘, sind brandgefährlich. Vor allem wenn du nicht sofort sagst, ‚pass mal auf mein Freund, dir helf‘ ich gleich‘.“ Diese Ansagen kamen – zumindest öffentlich – nicht, Kovac hat somit offenbar an Autorität im internen Kreis verloren.

Wird Kovac ausgetestet?

Reif bemängelte das Verhalten der Akteure: „Ich habe den Eindruck, dass da einige Spieler den Trainer im Moment austesten. Das ist eine ganz gefährliche Situation.“ Vor allem der Instagrambeitrag von Thomas Müller Ehefrau Lisa Müller lasse tief blicken: „Bei Lisa Müller ist es der falsche Scherz zum falschen Zeitpunkt. Ich sage nicht, dass Jupp Heynckes besser ist als Niko Kovac. Aber wenn Heynckes die Augenbrauen hochgezogen hätte, dann wären solche Scherze wie der von Frau Müller nicht passiert.“

Pressekonferenz als großes Problem

Ein großes Problem in dieser aktuell brisanten Situation war die von Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge, Präsident Uli Hoeneß und Salihamidzic einberufene Pressekonferenz. Die Verantwortlichen haben die Medien hart kritisiert und sich bedingungslos vor die eigenen Spieler gestellt. „Dann hast du ein Extrem mit der Pressekonferenz, in der man – um abzulenken – das gesamte Pulver verschießt, das es gibt“, sagte Reif dazu. Zudem blieben Internas nicht mehr in der Kabine: „Und zwei Wochen später gibt es ständig Geschichten, die nach außen dringen: Die Spieler sollen gemeinsam den Bus verlassen, sie sollen gemeinsam zum Aufwärmen und so weiter.“ Reifs düsteres Zwischenfazit: „Das ist ein breites Spektrum – und dann spielst du so einen Fußball. Das sieht überhaupt nicht gut aus.“

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