3. Liga

Diese Baustellen muss Freiburg für die Mission Klassenerhalt bearbeiten

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Der SC Freiburg hat es wieder einmal geschafft, bleibt auch im zweiten Jahr nach dem Wiederaufstieg erstklassig. Das 2:0 gegen den FC Augsburg am letzten Spieltag sollte aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Kader umgebaut werden sollte, um auch in der neuen Saison den Klassenerhalt schaffen zu können. fussball.news analysiert, wie sich die Freiburger Mannschaft verändern könnte und welche Positionen Verstärkungen benötigen.

56 Gegentore haben die Breisgauer in der Spielzeit kassiert, stellen damit nach dem 1.FC Köln die zweitschlechteste Defensive der Liga. Die Defensive ist allerdings nicht unbedingt eine primäre Baustelle des Sportklubs, mit Manuel Gulde, Robin Koch, Philipp Lienhart, dessen Kaufoption laut einem Bericht des kicker für vier Millionen Euro gezogen werden soll, sowie Caglar Söyüncü, der nach Angaben des Fachmagazins kein Angebot über vierzig Millionen Euro von Arsenal London haben soll, verfügt der SC über vier absolut bundesligataugliche Abwehrspieler. Überdies kehrt Jonas Föhrenbach nach seiner Leihe vom KSC zurück. Transfers wird es wohl hier nur geben wenn Söyüncü den Verein verlässt, oder Trainer Christian Streich nicht mehr mit Föhrenbach plant.

Backup für Günther fehlt

Veränderungen könnte es allerdings auf der Position des Linksverteidigers geben, Gaetan Bussmann wird den Verein nach Angaben der BZ verlassen, damit fehlt ein Backup für Christian Günther. Der 24-Jährige war in der letzten Saison gesetzt, absolvierte alle Ligaspiele und soll auch weiterhin fester Bestandteil der Mannschaft sein: „Wir befinden uns in konkreten Gesprächen. Er beschäftigt sich damit und wird eine Entscheidung treffen“, sagte Sportvorstand Jochen Saier der Zeitung bezüglich einer Vertragsverlängerung. Möglicherweise denkt der SC auch noch über den Transfer eines Rechtsverteidigers nach, Alexander Ingjovski spielte keine Rolle in dieser Saison, wird den Verein wohl verlassen, Pascal Stenzel fehlt eigentlich die Dynamik für das schnelle Freiburger Spiel und Lukas Kübler verkörpert allenfalls Bundesligadurchschnitt.

Kreativität im zentralen Mittelfeld wurde oft vermisst

Anders als in der Abwehr stellt sich die Situation im defensiven Mittelfeld dar, Freiburgs zwischenzeitliche Serie von acht Spielen ohne Sieg resultierte auch aus mangelnder Kreativität im defensiven Mittelfeld. Dort ist Nicolas Höfler eigentlich gesetzt, an guten Tagen ist der 27-Jährige auch in der Lage mit intelligenten Pässen den Unterschied zu machen und dem Freiburger Spiel Innovation zu verleihen, allerdings agierte er oftmals zu unkonstant. Ähnlich gilt für seinen Mitspieler Yannik Haberer der gerade im letzten Saisondrittel oft überspielt wirkte. Mit der Rückkehr von Mike Frantz bekam das Freiburger Spiel dann wieder mehr Dynamik und Intensität, allerdings wird er bald 32, war lange verletzt und kann wohl nicht mehr über eine komplette Saison eingeplant werden. Vincent Sierro deutete seine Qualitäten zwar an, ihn als feste Größe neben Höfler oder Haberer einzuplanen, das erscheint allerdings nach seiner ersten richtigen Bundesligasaison allerdings optimistisch.

Flügelpositionen als Problemzone

Der größte Handlungsbedarf besteht wohl allerdings in der Offensive, besonders auf den Flügeln fehlten Christian Streich nach der Verletzung Yoric Ravets oftmals personelle Alternativen. Yannik Haberer hat seine Stärken in der Zentrale, dem Freiburger Eigengewächs Florian Kath war der Einsatzwillen zwar nicht abzusprechen, zeitweise waren technische Mängel aber auch nicht zu übersehen. Marco Terazzino steigerte sich zwar zu Saisonende, dem 27-Jährigen fehlte über die gesamte Spielzeit gesehen allerdings auch die Konstanz. Damit bleibt aktuell Yoric Ravet die einzige feste Größe, der mit seiner Schnelligkeit, Technik und Kreativität bei entsprechender Fitness ein entscheidender Faktor für den Freiburger Klassenerhalt sein dürfte. Die Baustellen im Kader, besonders in der Offensive sind den Freiburger Verantwortlichen um Saier und seinen Kollegen Klemens Hartenbach durchaus bewusst: „Wir wissen, dass wir im offensiven Bereich auf der Seite etwas machen müssen, dass uns Torgefahr bringt“, sagte Saier gegenüber der BZ. Geplant sei es, „zwei, drei Jungs mit richtig Qualität dazuzuholen“, ließ er gegenüber dem SWR wissen.

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