1. FC Kaiserslautern

Diese 5 deutschen Trainer sind wahre „Globetrotter“

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Der einstige Mittelfeldmann des FC Bayern München Thorsten Fink, der mit dem deutschen Rekordmeister 2001 Champions League-Sieger wurde, ist in seiner anschließenden Trainerkarriere schon ein wenig im Ausland herumgekommen. Je zwei Stationen in Österreich und der Schweiz kann der 52-Jährige vorweisen, seit 2019 ist Fink Trainer in Japan. Doch diese „Globetrotter-Vita“ ist absolut nichts gegen die der folgenden fünf deutschen „Globetrotter“ des Trainerbusiness, die zusammen auf 83 Stationen im Ausland kommen. Einer sticht unter jenen Weltenbummlern nochmals heraus.

Von fussball.news-Autor Benjamin Heinrich

1. Rudi Gutendorf

Der gebürtige Koblenzer Rudi Gutendorf, der 2019 im Alter von 93 Jahren verstarb, kann unglaubliche 31 Stationen in der Fremde aufweisen und damit so viele wie kein anderer deutscher Profitrainer. Entsprechend ist seine Trainerkarriere auch ein Eintrag im Guiness-Buch der Rekorde wert. In Deutschland trainierte Gutendorf immerhin u.a. auch Hertha BSC, den VfB Stuttgart, den Hamburger SV und Schalke 04. International die Nationalmannschaften von Chile, Australien und Ghana und den spanischen Klub Real Valladodid. Länger als zwei Jahre hielt es ihn als Cheftrainer allerdings nirgends. Ein echter Weltenbummler eben.

2. Otto Pfister

Schon als Spielertrainer war Otto Pfister im Ausland aktiv. Während es ihn allerdings nur in die Schweiz zog, bereiste er als Cheftrainer anschließend nahezu die ganze Welt. Der heute 82-Jährige, der schon mit 22 Jahren als Spieler in die Schweiz wechselte, wo er bis heute seinen Lebensmittelpunkt besitzt, trainierte bis 2018 noch die Nationalmannschaft von Afghanistan. Zum Effzeh schaffte es der gebürtige Kölner in seiner Trainerkarriere hingegen nie. Dafür coachte er als Nationaltrainer zahlreiche Teams aus Afrika. Die Elfenbeinküste, Senegal, Ghana, Togo und Kamerun sicherten sich ihrer Zeit seine Dienste. Als Vereinstrainer stand Pfister in Ägypten, dem Sudan, Algerien, Libanon und Tunesien an der Seitenlinie. Insgesamt kann er 24 Stationen im Ausland aufweisen.

3. Rainer Zobel

Der 71-jährige Rainer Zobel kann auch auf eine erfolgreiche Spielerkarriere zurückblicken. Mit dem FC Bayern München wurde Zobel zwischen 1970 und 1976 dreimal Deutscher Meister und dreimal Sieger im Europapokal der Landesmeister (Vorläufer der Champions League). In Deutschland coachte er anschließend den 1. FC Kaiserslautern, die Stuttgarter Kickers und den 1. FC Nürnberg unter anderem in der Bundesliga, bevor es auch für ihn in die große, weite Welt hinausging. Vereinigte Arabische Emirate, Iran, Ägypten, Georgien, Südafrika und Moldawien stehen als Stationen in Zobels Vita. Im Anschluss ging es für ihn in die Braunschweiger Kreisliga, ehe es Zobel 2017 zum Regionalligisten Lüneburger SK Hansa zog, wo er nach wie vor als Teamchef fungiert.

4. Winfried Schäfer

Winfried „Winnie“ Schäfer kann wie Zobel auch auf eine beeindruckende Karriere als Spieler in der Bundesliga zurückblicken. In 403 Bundesligaspielen für Borussia Mönchengladbach, die Offenbacher Kickers und den Karlsruher SC erzielte der ehemalige Mittelfeldspieler 46 Tore, wurde 1970 mit den Gladbachern Deutscher Meister und 1979 UEFA-Cup-Sieger. Über die Stationen Karlsruher SC, VfB Stuttgart und Tennis Borussia Berlin zog es auch Schäfer in die weite Welt hinaus. Als Nationaltrainer von Kamerun erlangte er als Afrikacup-Sieger und bei der WM 2002 Legendenstatus, anschließend ging es über die Vereinigten Arabischen Emirate, Aserbaidschan und Thailand nach Jamaika und den Iran. Seit 2019 ist der 70-jährige Trainer von Baniyas SC in den Vereinigten Arabischen Emiraten.

5. Bernd Stange

In der DDR geboren, war Bernd Stange zwischen 1981 und 1988 auch Trainer diverser Auswahlmannschaften seines Landes. Anschließend trainierte er auch Carl Zeiss Jena, Hertha BSC und den VfB Leipzig, ehe er auch er zum Weltenbummler mutierte.

Nach Stationen in der Ukraine verbrachte Stange drei Jahre in Australien bei Perth Glory, um anschließend die Nationalteams des Oman und des Irak zu coachen. Von 2005 bis 2007 zog es ihn noch einmal in den Vereinsfußball zu Apollon Limassol nach Zypern zurück, um dann wieder anschließend als Nationaltrainer von Weißrussland, Singapur und Syrien zu fungieren. Seit 2019 ist der 72-Jährige ohne Job. Ob sich für den „Globetrotter“ bald ein neuer Job finden lässt?

About Benjamin Heinrich

Benjamin Heinrich, Jahrgang 1990, ist Mitglied im Verband Deutscher Sportjournalisten (VDS) und zählt seit der Saison 2019/20 zum Autorenteam von fussball.news.

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