Borussia Dortmund

Die fünf größten BVB-Spiele des Jahrzehnts

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Borussia Dortmund hat gemessen an Titeln und Pokalen eine äußerst erfolgreiche Dekade hinter sich. Zwei Meisterschaften und DFB-Pokalsiege stehen zu Buche, auch in Europa sorgte der Klub mit dem Finaleinzug 2013 für Aufsehen. Der BVB bereitete seinen Fans viele berauschende Spiele. Welche waren die größten des Jahrzehnts?

fussball.news-Redakteur Lars Pollmann trifft seine Auswahl.

Platz 5: 26. Februar 2011, 3:1 beim FC Bayern (Bundesliga)

Auf dem Weg zur ersten Meisterschaft unter Jürgen Klopp war der BVB schon früh kaum noch aufzuhalten. Selbst dem größten Pessimisten war aber nach dem Sieg in der Allianz Arena klar, dass die Schale ins Ruhrgebiet wandern würde. Unvergessen, wie Torschütze Nuri Sahin Klopp die Brille zerbrach, nachdem der zum Jubel auf den für Roman Weidenfeller eingesprungenen Ersatzkeeper Mitch Langerak gestürmt war.

Platz 4: 11. April 2012, 1:0 gegen den FC Bayern (Bundesliga)

Die zweite Meisterschaft unter Klopp war deutlich umkämpfter. Die Münchner hätten mit einem Sieg in Dortmund am 30. Spieltag die Tabellenführung übernommen. Hitzig war auch das Duell im Signal Iduna Park, das ein krummes Ding von Robert Lewandowski entschied: Weidenfeller bezichtigte Arjen Robben der Schwalbe, hielt anschließend dessen Strafstoß (86.). Neven Subotic brüllte dem Niederländer ins Gesicht. Eine Szene, die den Zweikampf der beiden Branchengrößen in diesen Jahren veranschaulichte.

Platz 3: 24. April 2013, 4:1 gegen Real Madrid (Champions League)

Die Champions-League-Saison 2012/13 endete mit durch Robben gebrochenen BVB-Herzen, der Weg dorthin war aber magisch. Die womöglich individuell beste Leistung des Jahrzehnts brachte Torjäger Robert Lewandowski im Halbfinal-Hinspiel zustande. Ihm gelangen alle vier Treffer beim Sieg über Real Madrid, der Finaleinzug war schon nach 90 Minuten beinahe sicher. Bemerkenswert: Einen Tag zuvor geriet der Wechsel von Mario Götze zum FC Bayern an die Öffentlichkeit. Statt eines Spießrutenlaufs für den Jungstar bereitete das Stadion große Unterstützung für den BVB.

Platz 2: 09. April 2013, 3:2 gegen den FC Malaga (Champions League)

De facto war die Leistung der Schwarzgelben im Halbfinal-Hinspiel beeindruckender, doch das Drama spricht für das Rückspiel im Viertelfinale. Noch heute sprechen sie in Dortmund ehrfurchtsvoll vom Wunder gegen Malaga. Nach 90 Minuten fehlten dem BVB zwei Tore für die Vorschlussrunde, Marco Reus und Felipe Santana besorgten sie in der wohl denkwürdigsten Schlussphase der Klubgeschichte. Schönheitsfehler: Das Tor zum 3:2 hätte wegen Abseits nicht zählen dürfen. Aber auch Malaga hatte ein irreguläres Tor erzielt. Und der unbändigen Freude tat es so oder so keinen Abbruch.

Platz 1: 12. Mai 2012, 5:2 gegen den FC Bayern (DFB-Pokal)

In der Saison 2011/12 gelang dem BVB erstmals in seiner Geschichte das Double. Wenn es nicht reichte, die Meisterschaft verteidigt zu haben, war spätestens nach dem deutlichen Sieg im Pokalfinale klar, wer zu diesem Zeitpunkt die beste Mannschaft Deutschlands war. Für viele Beobachter stellte das 5:2 von Berlin den absoluten Höhepunkt der Klopp-Ära beim BVB dar. Vor allem in der 2. Halbzeit spielte sich das Team in einen regelrechten Rausch. Lewandowski war mit einem Hattrick der Held, bemerkenswert aber auch, dass erneut Langerak für Weidenfeller einspringen musste. Diesmal während der Partie, der Stammkeeper hatte sich nach etwa einer halben Stunde verletzt. Bei den Feierlichkeiten war er wieder dabei, sie schienen tagelang kaum ein Ende zu finden.

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