Borussia Dortmund

Diallo: BVB „genau das, wonach ich gesucht habe“

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Satte 28 Millionen Euro war Abdou Diallo Borussia Dortmund im Sommer wert. Der Franzose soll die zuletzt löchrige Abwehr stabilisieren und mit seinen fußballerischen Qualitäten im Aufbau wichtig werden. Der erste Eindruck aus der Vorbereitung ist positiv. Das sieht er auch selbst so.

„Ich bin wirklich froh, mich für den BVB entschieden zu haben und fühle mich bisher bestätigt“, so der 22-Jährige im Interview mit der Funke Mediengruppe. „Es ist genau das, wonach ich gesucht habe.“ Vor allem die Arbeit mit Trainer Lucien Favre lasse sich gut an. Der Schweizer sei sehr detailversessen und anspruchsvoll. Druck wegen seiner hohen Ablöse macht sich der Kapitän der französischen U21-Nationalmannschaft derweil nicht. „Die Preise sind die Preise. Das machen die Klubs alles unter sich aus und das ist auch nicht meine Angelegenheit.“

Der BVB ist ein neuerliches Risiko

Dortmund habe ihn verpflichtet, weil seine Spielweise beim BVB geschätzt werde, so Diallo. „Nun möchte ich allen beweisen, dass sie mich zurecht geholt haben.“ Den Transfer schätzt er durchaus als gewisses Risiko ein, allerdings als eines, das er gerne in Kauf nimmt. Schon der Wechsel vom AS Monaco zu Mainz 05 im Sommer 2017 sei ein solches gewesen, nun sei er bei einem größeren Verein und mit dem Schritt mehr als zufrieden. Der größere Konkurrenzkampf ist dabei kein negativer Faktor. „Ohne Konkurrenz kann man sich nicht verbessern“, so der Linksfuß. „Wir verstehen uns untereinander alle sehr gut.“

Duo mit Akanji?

Viele Experten rechnen spätestens mittelfristig mit dem Innenverteidiger-Pärchen Diallo und Manuel Akanji. Den Schweizer hatte Dortmund bereits im Winter für rund 20 Millionen Euro vom FC Basel verpflichtet. Mit ihm verstehe er sich prächtig, so Diallo, weil Akanji Französisch spricht. Fans des BVB hegen die Hoffnung, die beiden Verteidiger könnten zu einer Art Neuauflage des jahrelang gesetzten Duos Mats Hummels und Neven Subotic werden. „Wir wurden in der Presse bereits mit ihnen verglichen, das habe ich mitbekommen“, sagte der 22-Jährige dazu. „Das schmeichelt mir natürlich enorm, weil sie mit dem BVB viele Erfolge gefeiert haben.“ Ein erster Erfolg für den Franzosen wäre wohl schon eine Nominierung in der BVB-Startelf zum Saisonbeginn. Nicht zuletzt angesichts des späteren Einstiegs von Akanji und einiger kleinerer Verletzungsprobleme bei Ömer Toprak stehen die Chancen sehr gut, dass Diallo am 20. August im DFB-Pokal bei Greuther Fürth und sechs Tage später am 1. Spieltag gegen RB Leipzig in der Tat von Beginn an spielen darf.

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