Bundesliga

Deshalb täte Eintracht ein Transfer von Bruun Larsen gut

on

Aus Frankfurt berichtet fussball.news-Reporter Christopher Michel

Eintracht Frankfurt wird in die Rückrunde gegen die TSG Hoffenheim am Samstag (15.30 Uhr) ohne Neuzugänge starten. Ob sich dies mit Blick auf die Position auf der rechten Außenbahn rächt? Mit einem Transfer von Jacob Bruun Larsen könnte diese Problemzone geschlossen werden.

Eintracht Frankfurt und Borussia Dortmund befinden sich in intensiven Verhandlungen um Jacob Bruun Larsen. Die Hessen wollen den Dänen verpflichten, doch noch hakt es an den Modalitäten. Ein Leihgeschäft kommt für den Berater des Spielers und den BVB nicht infrage, somit müssten beide Parteien einen festen Kauf aushandeln. „An Spekulationen beteilige ich mich nicht. Wir haben den Markt im Blick und werden die Möglichkeit nutzen, wenn sich eine auftut“, sagte Trainer Adi Hütter auf Nachfrage von fussball.news vor der Partie gegen die TSG Hoffenheim.

„Problemzone“ rechte Außenbahn

Auch wenn sich der Österreicher dagegen wehrte, die rechte Außenbahn als „Problemzone“ aufzumachen, klafft hier bei genauerer Betrachtung ein Loch. Hütter sagte zwar: „Danny da Costa und Timothy Chandler haben davor auch schon auf der rechten Seite agiert. Wo ist der große Unterschied, wenn sie ab sofort etwas weiter vorne spielen?“ Doch ist dem tatsächlich so? Zwar habe der jeweilige Spieler eine Absicherung hinter sich, dennoch sind die Laufwege andere, der vor ihm liegende Raum ein ganz anderer. Und: Alle derzeit für diese Rolle genannten Spieler haben diese nur selten oder noch gar nicht bekleidet.

Gefahr der Dysbalance bleibt

Zudem mangelt es allen Kandidaten, auch Erik Durm oder Mijat Gacinovic, an den für einen Flügelspieler elementaren Eigenschaften. Neben der reinen Geschwindigkeit fehlt diese Fähigkeit, sich häufiger im Eins-gegen-Eins durchzusetzen und anschließend zur Grundlinie zu kommen. Die Gefahr, dass die Dysbalance vorhanden bleibt und auch im neuen Jahr überwiegend über die von Filip Kostic beackerte linke Seite gespielt wird, ist somit weiterhin groß. Hütter hofft zwar auf Variationsmöglichkeiten und baut dabei auch auf das Verhalten beim Hinterlaufen – wo vor allem Almamy Toure seine Stärken hat – und doppeln. Doch die großen Überraschungsmomente, die Kostic mit seinem Speed und den wuchtigen Dribblings kreieren kann, sind vom rechten Flügel in dieser Besetzung nicht zu erwarten.

Bruun Larsen bringt dringend benötigte Qualitäten mit

Und hier käme Bruun Larsen ins Spiel. Der Däne hat zwar beim BVB überwiegend auf der linken Seite gespielt, doch er hat schon gezeigt, dass er über rechts agieren kann. Freilich hat der 21-Jährige eine schwierige Hinserie hinter sich gebracht, in der er kaum berücksichtigt wurde. Doch Spieler, die die Jugendabteilung bei der Borussia durchlaufen haben, bringen Klasse mit und sind – dann auch durch Trainer Lucien Favre – taktisch bestens geschult. Bruun Larsen ist ein talentierter, aber noch lange nicht ausgereifter Spieler, der den Weg zum Tor sucht und schnell ist, aber noch Schwächen beim Passspiel hat. Vom Gesamtpaket her täte der Nationalspieler, der zudem in Richtung Europameisterschaft strebt, den Frankfurtern, die spätestens bis zum Ende der Transferperiode am 31. Januar genau eine solche Verpflichtung benötigen, gut – damit eine große Lücke geschlossen werden kann.

About Christopher Michel

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.