Bundesliga

Deshalb scheiterte Sahin bei Real Madrid

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Als strahlender Titelgewinner wechselte Nuri Sahin von Borussia Dortmund 2011 zu Real Madrid. Dort scheiterte der Türke aber und verließ den Klub nur ein Jahr später in Richtung FC Liverpool.

Der Start für Nuri Sahin bei Real Madrid verlief nicht optimal. Er erlitt eine Innenbanddehnung im Knie, fiel wochenlang aus und konnte sich im Starensemble somit nicht anbieten. „Stillstand kann sich in Madrid niemand leisten“, gab er im Gespräch mit Sport Bild zu. Dabei hatte der Mittelfeldspieler durchaus realistische Chancen gesehen, in der spanischen Hauptstadt Akzente zu setzen: „Real hat mich nicht geholt, weil ich gut aussehe, sondern weil ich gut Fußball spielen kann, weil ich der Meistermannschaft des BVB meinen Stempel aufgedrückt habe.“

Sahin bereut seinen Wechsel zu Real Madrid nicht

Nach nur einer Saison verließ Sahin die Königlichen allerdings wieder. „Ich hätte die vollen sechs Jahre bleiben können – nie wieder Fußball spielen müssen, auf die Bahamas ziehen können“, sagte er rückblickend. Bis heute habe er noch Kontakt zu Präsident Florentino Perez. Der inzwischen bei Werder Bremen tätig Sahin bereute die Entscheidung, für Real gespielt zu haben, nicht: „Mir würde in meiner Karriere etwas fehlen, wenn ich dieses ganz hohe Niveau nie gesehen hätte. Mein Ziel war schon als Balljunge Real Madrid. In Äthiopien (Sahin unterstützt dort mit Neven Subotic ein Brunnen-Projekt für sauberes Wasser; d. Red.) haben viele Kinder noch nie ferngesehen, kannten dennoch alle Real Madrid.“

Deshalb passte das Angebot aus Bremen

Den Wechsel zu Werder bezeichnete der 30-Jährige dennoch als „Sechser im Lotto.“ Die Aufgabe bei den Hanseaten sei genau diejenige, die er für die „drei, vier, fünf Jahre“ bis zum Ende der Karriere gebraucht habe. „Ich hätte mich weiterhin damit schmücken können, bei Borussia Dortmund zu sein. Gehen Sie davon aus, dass Trainer Lucien Favre eine hohe Wertschätzung für mich hatte, dass ich mich im Verlauf der Saison durchgesetzt hätte“, erklärte Sahin. Doch das Angebot von Bremen hatte ihn schnell überzeugt: „Aber ich wollte was aufbauen. Da kam Werder genau richtig. Ich hatte von Anfang an den Eindruck, dass ich gern gesehen bin.

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