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Deschamps: „Immunität existiert nicht“

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Weltmeister-Trainer Didier Deschamps beurteilt trotz des Triumphes von 2018 in Russland seine Position im französischen Fußball-Verband FFF realistisch.

„Immunität existiert im Profifußball nicht“, sagte der 50-Jährige im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ). Der WM-Erfolg von 2018 sei „wunderbar für mich und die Spieler, aber die Erwartungen an mich sind sehr hoch, und ich werde daran gemessen“, sagte Frankreichs Weltmeisterkapitän von 1998: „Die Erfahrung war äußerst positiv, keine Frage. Aber das Leben geht weiter. Ich glaube, ich habe meine Ansprüche an mich noch erhöht.“

Deschamps zieht bei seiner Mannschaft Parallelen zur deutschen Weltmeister-Elf von 2014 in Brasilien. Man sei wie die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) damals in Rio nicht von einem Spieler abhängig gewesen: „Die Deutschen hatten sehr viele gute Spieler im Team. Aber gab es einen, der besonders herausragte?“

Er gehe noch weiter zurück, 2010, „als Spanien siegte. In diesen Teams gab es nicht einen exzeptionellen Star, sondern mehrere, die es verstanden, im Kollektiv zu spielen“. Das sei eine wichtige Entwicklung im Profifußball. Deschamps: „Heute baut man eine Mannschaft auf mehrere Topspieler auf. Spanien und Deutschland hatten sehr gute Spieler im Team, aber sie lebten auf ihren Wegen zum WM-Sieg vor allem vom jeweils starken Kollektiv. Individualisten machen den Unterschied, ja, aber sie müssen Teil des Kollektivs sein. Dann wirken sie auch viel stärker.“

 

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