2. Bundesliga

„Derby oder Nicht-Derby“ – Paderborn und Bielefeld brauchen Punkte

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Am Freitagabend (18.30 Uhr) treffen der SC Paderborn und Arminia Bielefeld im Ostwestfalen-Duell aufeinander. Beide Mannschaften können drei Punkte dringend gebrauchen, um Anschluss an wichtige Tabellenregionen zu halten. 

Dass es sich bei der Partie zwischen Paderborn und Bielefeld um ein Derby handelt, sei „eher etwas für Zeitungen oder die Fanlager. Für mich geht es um drei wichtige Punkte. Wer die Nummer eins oder zwei ist, ist sowieso nur eine Momentaufnahme“, setzte SC-Coach Steffen Baumgart gleich einmal den Ton für das Spiel. Verständlich, schließlich ist das primäre Ziel des Aufsteigers, weiter in der oberen Tabellenhälfte aufzurücken. Die Arminia hingegen steckt weiterhin mit beiden Beinen im Abstiegskampf und muss sich durch einen Sieg schleunigst Luft verschaffen.

Auf dem 5:1-Kantersieg aufbauen

Durch den grandiosen Auswärtsauftritt gegen den FC Heidenheim (5:1) haben sich die Paderborner auf den siebten Tabellenplatz vorgeschoben und kratzen mit ihren 21 Punkten so langsam an den Aufstiegsrängen – Tabellendritter Union Berlin ist mit 24 Zählern nicht weit entfernt. In den vergangenen zwei Partien schoss der Aufsteiger insgesamt neun Tore, dafür brauchte Gegner Bielefeld sage und schreibe neun Spiele. Mit insgesamt 31 Saisontoren stellt der SC die zweitbeste Offensive der Liga und wird auch gegen die Armina auf sie vertrauen. „Wir wollen dem Spiel unseren Stempel aufdrücken, wollen Druck aufbauen und Chancen herausspielen“, so die Forderung von Trainer Baumgart.

Bielefeld nicht unterschätzen

Dass dieser Plan aufgrund der aktuellen Schwächephase der Bielefelder ohne Gegenwehr umgesetzt werden könne, glaubt Baumgart hingegen nicht: „Die Bielefelder holen zwar gerade nicht so die Punkte, wie sie es sich vorgestellt haben“, will der Paderborner Übungsleiter den Gegner nicht unterschätzen. „Aber wir sollten nicht vergessen, dass es genau die Mannschaft ist, die letztes Jahr Vierter wurde, eine hohe Qualität besitzt, erfahren ist und homogen agiert.“ Für die Begegnung kann Baumgart laut eigener Aussage aus dem Vollen schöpfen, auch Mittelstürmer Babacar Gueye steht wieder zur Verfügung. „Wir haben Alternativen und sollten uns offen halten, die auch zu bringen.“

Arminia will aus seinem Loch heraus

Während die Paderborner nach den tabellarischen Sternen greifen, herrscht bei Bielefeld nach wie vor große Abstiegsangst. Zwar stehen die Ostwestfalen noch drei Punkte „über dem Strich“, allerdings könnte die Formkurve kaum schlechter aussehen. In den vergangenen sieben Partien gelang nur ein einziger Punktgewinn, und dieser gegen Tabellenschlusslicht Ingolstadt. „Ich probiere so zu sein wie immer, ich versuche mich da nicht beeinflussen zu lassen. Aber ich würde lügen, wenn ich behaupte, dass das nicht eine besondere Situation ist“, sagte DSC-Trainer Jeff Saibene über die aktuelle sportliche Lage des Tabellen-14.

Verein stellt sich hinter Saibene

Trotz der großen Krise bröckelt das Verhältnis zwischen Mannschaft und Trainer nicht. „Arminia kann froh sein, dass sie mit Jeff einen sehr guten Trainer hat. Es wäre der größte Fehler, wenn man ihm die Hand gibt und auf Wiedersehen sagt“, stärkte Kapitän Börner die Bindung zu Coach Saibene. Auch die Bielefelder Vereinsverantwortlichen stärken ihrem Trainer den Rücken. „Sie haben gesagt, dass sie Kontinuität und Ruhe wollen“, berichtete Saibene von „sehr guten Gesprächen“ mit dem Aufsichtsrat und Präsidenten. Weniger entspannt ist die Personallage, denn mit Nils Quaschner, Joan Simun Edmundsson, Sven Schipplock, Roberto Massimo und Nils Seufert stehen fünf wichtige Spieler verletzungsbedingt nicht zur Verfügung. Des Weiteren fehlt Rechtsverteidiger Cedric Brunner wegen einer Gelbsperre.

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