Borussia Dortmund

Derby-Held Delaney: Für diese Spiele holte Dortmund den Mittelfeld-Kämpfer

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Borussia Dortmund hat am Samstag seinen ersten Derby-Auswärtssieg seit 2013 gefeiert. Den Grundstein dafür legte mit Thomas Delaney ein Akteur, zu dessen Aufgabengebiet das Toreschießen eher nicht zählt. Doch der Däne überragte bei Schalke 04 nicht nur wegen seines Führungstreffers.

Es wäre zu einfach zu sagen, die Verantwortlichen der Schwarzgelben hätten den Nationalspieler mit der Erinnerung an den atemberaubenden Kollaps im Heim-Derby der Vorsaison verpflichtet. Aber ein Fünkchen Wahrheit enthält diese Lesart sicherlich auch. Bei der Zusammenstellung des neuen BVB-Kaders sollte Standfestigkeit, Robustheit und Aggressivität wieder eine größere Rolle spielen. Selbst wenn das zulasten der letzten Prozentpunkte spielerischer Finesse gehen sollte. Keiner verkörpert diesen Paradigmenwechsel besser als Delaney. Und keiner verkörperte den Erfolg des Tabellenführers auf Schalke besser als der 27-Jährige.

Perfekter Derby-Spieler

Wer sah, wie sich der Neuzugang von Werder Bremen von der ersten Minute mit Hingabe in jeden Zweikampf wuchtete, wie er ausgelassen seinen Premierentreffer für den BVB feierte (7.), der musste erahnen, dass es nur einen Sieger geben würde. Für diese Art von Spiel haben die Verantwortlichen Delaney verpflichtet. Und dafür mit etwa 20 Millionen Euro einen stolzen Preis gezahlt. Schließlich ist der Däne nicht für jeden Gegner der passende Partner von Axel Witsel im zentralen Mittelfeld und weist gerade im Ballbesitz einige Schwächen auf. In einem Kampfspiel, zu dem auch dieses Revierderby wenig überraschend wurde, sind seine Qualitäten aber Gold wert.

„Es ist schon geil“

„Ich bin müde, aber es ist schon geil“, strahlte er nach der Partie bei Sky in die Kamera. „Es war ein hartes Spiel, nicht so schön, glaube ich, aber es war ein Derby mit viel Intensität und vielen Zweikämpfen.“ Es war also eine Partie wie am Reißbrett für Delaney entworfen. Kein Wunder also, dass er immer wieder mit einem Lächeln auf den Lippen zu sehen war, wo andere sie verbissen zusammenkniffen. Der 34-fache Siegertyp ist in Dortmunds Maschinenraum der Mann fürs Grobe. Für das hemdsärmelige Zupacken und Freihalten der Rücken der Vorderleute. Selten war das so gefragt wie am Samstag auf Schalke. Und selten machte es in den letzten Jahren ein BVB-Spieler so gut wie Delaney.

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