3. Liga

Debatte bei 1860 nach späten Gegentoren: Fehlt ein Führungsspieler?

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Der TSV 1860 München hat eine Führung gegen die Würzburger Kicker – in Überzahl agierend – erneut nicht über die Zeit retten können (1:1). Trainer Daniel Bierofka sucht nach den Gründen. Fehlt möglicherweise ein Führungsspieler?

Das Team von 1860 ist jung, viele Akteure sammeln ihre erste Erfahrung im Profibereich und zahlen möglicherweise auch deshalb in entscheidenden Situationen Lehrgeld. Bierofka bemängelte im kicker die fehlende Konstanz und Konzentration: „Wir müssen einfach ruhiger spielen, das 2:0 machen und nicht jeden Ball nach vorne spielen. Stattdessen lassen wir uns von den Emotionen treiben.“

Gebhardt-Verpflichtung keine Option

Mit Adriano Grimaldi und Sascha Mölders haben die Löwen zwar ein starkes Sturmduo, allerdings fehlt in hektischen Phasen den ordnende Hand im Mittelfeld. Vor der Saison fiel im Umfeld der Name Stefan Aigner, er zeigt inzwischen beim KFC Uerdingen konstant starke Leistungen und ist ein wichtiger Faktor im Aufstiegskampf. Timo Gebhardt könnte ebenfalls vom Typ her helfen. Allerdings ist eine Verpflichtung des aktuell vereinslosen und sich noch immer in der Reha aufhaltenden Mittelfeldspielers nach Bild-Informationen keine Option.

Moll will keine Diskussion aufkommen lassen

Quirin Moll, der im Sommer von Eintracht Braunschweig kam, hält die Debatte auch für nicht nötig: „Wir haben genug Typen auf dem Platz.“ Er erkannte allerdings auch, dass diese Qualitäten nicht regelmäßig abgerufen werden: „Aber man muss auch in brenzligen Situationen zeigen, dass man ein Typ ist.“ In den vergangenen Wochen verpasste dies der Aufsteiger zu häufig.

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