Bundesliga

Das sind die 5 Schlüsselspieler von Eintracht Frankfurt

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Aus Frankfurt berichtet fussball.news-Reporter Christopher Michel

Eintracht Frankfurt konnte nach dem 4:1-Heimsieg gegen Hannover 96 durchatmen und den zweiten Saisonsieg in der Bundesliga feiern. Trainer Adi Hütter weiß, auf wen er in dieser noch schwierigen Phase bauen kann.

Zwei Teffer und eine Vorlage in insgesamt 121 Spielminuten in dieser Saison: Alleine diese Werte verdeutlichen, welchen Stellenwert Ante Rebic für die Eintracht hat. Der Vize-Weltmeister kehrte nach wochenlanger Verletzungspause in Topform zurück, er ist für die Hessen ein nicht zu ersetzendes Element. Dynamik, Durchsetzungsvermögen, Unberechenbarkeit, Wucht – und inzwischen auch die Ruhe und Übersicht vor dem gegnerischen Tor. „Wenn er alles abruft, dann hat er so eine hohe Qualität, dass er den Unterschied ausmacht“, erkannte auch Sportdirektor Bruno Hübner. An Rebic führt kein Weg vorbei, er ist der unumstrittene Schlüsselspieler und Publikumsliebling.

Hallers Durchbruch im zweiten Bundesligajahr

Wenn es im Angriff gefährlich wird, hat Sebastien Haller entweder seinen Kopf oder Fuß im Spiel. Der Franzose merkte bereits im Trainingslager in Gais an, dass er sich entwickelt habe und bereit für den nächsten Schritt sei. Gegen Hannover 96 zeigte er seine ganze Klasse, die ersten beiden Treffer bereitete er unnachahmlich vor, auch am dritten Tor war er beteiligt. Drei Tore, vier Vorlagen – und viele lange Bälle festgemacht für, häufig noch zu langsam, aufrückende Mitspieler. Der hochbegabte Konkurrent Luka Jovic muss sich gedulden, an Haller kommt der Serbe derzeit nicht vorbei.

Torro räumt auf

Wie wichtig ein Spieler ist wird häufig erst dann bemerkt, wenn er nicht da ist. Gegen Borussia Mönchengladbach (1:3) herrschte plötzlich wieder Chaos in der Defensive: Im Mittelfeld fehlte der Zugriff und die gegnerischen Standardsituationen waren zu großen Teilen brandgefährlich. Der Ausfall von Lucas Torro – er war deutlich sichtbar. 11,44 Kilometer gelaufen, 54 Prozent der Zweikämpfe und gefühlt jedes Kopfballduell gegen Hannover gewonnen: Der Spanier kommt immer besser an in der Bundesliga, die 3,5 Millionen Euro sind offenbar gut angelegtes Geld. „Er  hat uns mit seiner köperlichern Präsenz und Kopfballstärke gegen Gladbach gefehlt“, sagte Hübner und lobte: „Er hat gegen Hannover das Spiel vor der Dreierkette geordnet.“

Hasebe ist zurück

Die Dreierkette ist eng verknüpft mit einem Namen: Makoto Hasebe. Der Japaner strahlt Ruhe aus, er hat Technik, Übersicht und ist somit prädestiniert als ordnende Hand. Für das defensive Mittelfeld fehlt inzwischen die Spritzigkeit und Reaktionsschnelligkeit. Als letzter Mann hingegen füllt der ehemalige Nationalspieler seine Rolle beinahe optimal aus. Ihm passieren nur wenige Fehler, ein großes Talent wie Evan N’Dicka kann an dessen Seite reifen. „Makoto ist in einem sehr guten Zustand, vor allem im physischen Bereich“, lobte ihn Hütter zuletzt und betonte: „In dieser Verfassung tut er unserem Spiel gut.“ Hasebe sorgt für Stabilität, die Frankfurter ließen in der von ihm angeführten Dreierkette nur sechs Torchancen in zwei Partien zu. Zum Vergleich: Alleine in den Partien gegen Gladbach und den SC Freiburg (2:0) zählte der kicker zusammenaddiert rund 26 Möglichkeiten für die Gegner. Ein Beleg dafür, dass sich das Team im gegen Hannover praktizierten System wohler fühlt als in einer Viererkette.

Trapp findet seine Form

Kevin Trapp hat in den ersten Partien gegen Werder Bremen (1:2) und Borussia Dortmund (1:3) bei dem einen oder anderen Gegentreffer noch unsicher gewirkt. Inzwischen ist der vielumjubelte Rückkehr aber in Form gekommen, gegen Gladbach hielt er trotz Niederlage stark, auch im ersten Europa-League-Spiel gegen Olympique Marseille (2:1) bewahrte er die Eintracht vor einem höheren Rückstand. Noch fehlen die letzten fünf bis zehn Prozent bis zur Topverfassung. Der Schlussmann befindet sich allerdings auf dem richtigen Weg.

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