Bundesliga

Das sind 5 Schlüssel für den Eintracht-Erfolg

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Aus Frankfurt berichtet fussball.news-Reporter Christopher Michel

Eintracht Frankfurt hat seine starke Form auch im vierten Europa-League-Gruppenspiel bestätigt, mit 3:2 bei Apollon Limassol gesiegt und somit das Weiterkommen zum frühstmöglichen Zeitpunkt gesichert. „Wir sind auf einem sehr guten Weg“, sagte Trainer Adi Hütter. Es gibt fünf Schlüssel für den aktuellen Erfolg.

Wenn die Frankfurter Eintracht beim Stand von 0:0 vor dem gegnerischen Tor auftaucht, schlägt der Ball meistens ein. Die Effizienz der Offensivabteilung ist beeindruckend, die erste Möglichkeit findet den Weg regelmäßig ins Netz. Die Folge: Während der Gegner einen moralischen Nackenschlag erhält, tanken die Hessen Selbstvertrauen – und profitieren vor allem in engen Phasen von diesem Vorsprung.

Pressing funktioniert

Das Pressing funktioniert dabei immer besser. Phasenweise schnüren die Hessen ihre Gegner weit in deren Hälfte ein, die anfangs vorhandenen Lücken werden von der gesamten Mannschaft durch gutes Verhalten im Aufrücken geschlossen und somit landen auch wilde Befreiungsschläge bei der Eintracht. Gefährlich wird es vor allem dann, wenn die Stürmer ihren Fuß dazwischen bekommen und das Tor nur noch wenige Meter entfernt liegt.

„Trio Infernale“ glänzt

In dieser Zone glänzt das „Trio Infernale“! Sebastien Haller macht viele Bälle fest, leitet sie weiter und vollstreckt eiskalt. Luka Jovic ist eher der Strafraumstürmer der Marke Gerd Müller: Beidfüßig, ausgestattet mit einer guten Kopfballtechnik und eiskalt. Und dann ist da die „Ein-Mann-Büffelherde“ Ante Rebic. Der Vizeweltmeister, der sich nicht in ein System pressen lässt und mit Dynamik, Kraft, Wucht – und einem hohen Tempo glänzt.

Die zweite Reihe sitzt

Marc Stendera war im Sommer schon weit weg, inzwischen setzt Hütter wieder regelmäßig auf das Eigengewächs im zentralen Mittelfeld. Gegen Apollon hatte er freilich Pech, die Gelb Rote-Karte war in der Zusammensetzung sehr hart. Davor überzeugte er mit viel Ehrgeiz und einigen schönen Pässen. Jetro Willems zeigte auf links, nachdem er nach seinen zwei Platzverweisen zu Saisonbeginn etwas in den Hintergrund geraten ist, eine couragierte Leistung, steckte beim 1:0 traumhaft durch und leitete das 2:0 ein. Schon am Freitag zuvor bereitete der Niederländer als Einwechselspieler den Treffer zum 3:0 gegen den VfB Stuttgart durch den – ebenfalls spät eingewechselten – Nicolai Müller vor. Hütter kann sich also auf seine zweite Reihe verlassen.

Die Umfunktionierung von Kostic hat geklappt

Es gibt viele Gewinner in dieser Phase bei Eintracht Frankfurt, doch einer sticht besonders heraus: Filip Kostic. Die Verpflichtung des Serben wurde im Umfeld zunächst kritisch beäugt, stieg er doch in den vergangenen vier Jahren zweimal mit seinen Vereinen VfB Stuttgart und Hamburger SV ab. Doch Sportvorstand Fredi Bobic, der ihn 2014 für rund sechs Millionen Euro vom FC Groningen nach Stuttgart holte, war überzeugt von dessen Qualitäten – und kann sich bestätigt sehen. Hütter musste nach den Platzverweisen gegen Willems Lösungen für die hochgezogene linke Verteidigerseite suchen – und fand sie in Kostic: Der überragte mit 56 Prozent gewonnenen Zweikämpfen und auf europäischem Boden mit zwei Treffern.

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