1. FC Köln

Das Duell der Gegensätze: Spitzenreiter Köln empfängt Schlusslicht Duisburg

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Wenn der 1. FC Köln am Montag (20.30 Uhr) den MSV Duisburg empfängt, dann sind die Favoritenrollen klar geklärt. Auf der einen Seite der Absteiger, der stark in die Saison gestartet ist und die Tabelle mit 19 Punkten und 21:12 Toren anführt und auf der anderen Seite die Duisburger, die als bislang siegloser Letzter mit zwei Zählern und 7:17 Treffern die Reißleine zogen und den Trainer wechselten. Die Vorschau von fussball.news.

Louis Schaub verließ Rapid Wien nach insgesamt zwölf Jahren in Richtung Köln und zählt im Team von Trainer Markus Anfang zu den unumstrittenen Stützen. „Da rauszugehen und in eine neue Welt hinein, das macht reifer und hilft für die kommenden Jahre“, sagte der österreichische Nationalspieler dem kicker. Er wird im 4-1-4-1-System gegen Duisburg erneut eine wichtige Rolle einnehmen, seine Stärken liegen vor allem im technischen Bereich, vor allem sind die Laufwege oft für den Gegner kaum zu erkennen.

Überragende Kölner Offensive

Mit zwei Treffern und sechs Vorlagen in neun Pflichtspielen ist Schaub voll angekommen, zusammen mit Tempodribbler Dominick Drexler, Nationalspieler Jonas Hector, Sprinter Christian Clemens und dem unberechenbar agierenden Serhou Guirassy bildet er eine überragende Mittelfeldreihe, die Toptorjäger Simon Terodde den Boden für zwölf Treffer bereitet hat.

Wieder ein Trainerwechsel vor einem Duell der Kölner

Anfang warnte trotz einer bislang stark verlaufenden Spielzeit vor dem MSV. Die Meidericher sind nach dem FC Ingolstadt bereits der zweite Klub, der mit einem neuen Coach gegen den Effzeh antritt. Torsten Lieberknecht ersetzte vergangene Woche Ilia Gruev. „Wir wissen nicht genau, was auf uns zu kommt“, sagte Anfang bei der Spieltagspressekonferenz vor dem Duell gegen den Ruhrpottklub. Der Coach stellte allerdings klar, was er von seinem Team erwartet: „Wir wollen vor fast ausverkauftem Haus drei Punkte holen, um dann in guter Ausgangsposition in die Länderspielpause zu gehen.“

MSV-Neuanfang unter Lieberknecht

Lieberknecht kündigte vor dem Duell beim Spitzenreiter an, dass „niemand Wunderdinge von uns erwarten“ dürfe. Er wolle sich trotzdem „etwas einfallen lassen“, um in Köln zu punkten. Für den neuen Übungsleiter ist es ein spezielles Duell, sein letztes Spiel für Eintracht Braunschweig bestritt er noch im Mai gegen Holstein Kiel – und somit gegen Anfang. Er tröstete seinen Kollegen damals, Lieberknecht sagte im Rückblick zu dem Absturz seiner vorherigen Mannschaft: „Das tut schon weh.“

Hochmotivierte Duisburger

Jetzt gelte es für den 45-Jährigen allerdings, den MSV schnell in die Spur zu bringen. „Ich habe eine hochmotivierte Mannschaft vorgefunden“, wollte er keine Kritik an der Arbeit an seinem Vorgänger üben. Lieberknecht habe auf dem Trainingsplatz eine „positive Reaktion gespürt.“ Für ihn gehe es jetzt darum, „mit einem guten Gefühl in die nächsten Wochen zu gehen.“

Lieberknecht fehlen fünf Akteure

Lieberknecht muss dabei auf die auf den Trainingsplatz zurückgekehrten Richard Sukuta-Pasu (Magen-Darm-Probleme), Enis Hajiri (Sprunggelenkprobleme) verzichten, zudem fehlen Moritz Stoppelkamp (Muskelfaserriss) und Christian Gartner (Kreuzband). Anfang kann hingegen aus dem Vollen schöpfen, mit Marcel Risse (Zahn-Operation) wird nur ein Leistungsträger ausfallen.

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