England

Darum erfüllte Manchester United Wünsche von Mourinho nicht

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Am gestrigen Donnerstag endete die Transferperiode in England für permanente Wechsel. Bis Ende des Monats können nur noch Leihgeschäfte abgewickelt werden. Rekordmeister Manchester United brachte keinen kurzfristigen Transfer mehr über die Linie. Trainer Jose Mourinho ist damit wenig glücklich.

Laut der englischen Tageszeitung Guardian hatte der Portugiese bis zuletzt einige Namen auf seiner Wunschliste. Vor allem in der Defensive hätte er demnach gerne Verstärkungen gesehen. Allerdings gab es, so der Bericht, innerhalb des Klubs fundamentale Opposition gegen die Transferpläne von Mourinho. Der 55-Jährige, so der Vorwurf, lege zu großen Wert auf kurzfristige Verbesserungen und habe nicht die Weitsicht, in seiner Kaderplanung langfristig zu denken. Deswegen sei auch für Klub-Boss Ed Woodward nie ernsthaft Thema gewesen, Spieler wie Anthony Martial, Paul Pogba oder Luke Shaw abzugeben, die unter Mourinho keinen guten Stand haben sollen.

Diese Spieler wollte er

Konkret habe United sich geweigert, für den englischen Nationalspieler Harry Maguire von Leicester City eine Ablöse im Bereich von knapp 80 Millionen Euro zu zahlen. Eine solche Summe überwies der FC Liverpool im Winter für Virgil van Dijk, in ähnlichen Regionen sollen sich die Vorstellungen der Foxes bewegt haben. Toby Alderweireld von den Tottenham Hotspur wäre mit einer Ablöse von mindestens 55 Millionen Euro günstiger gewesen, wird aber im März 30 Jahre alt. Das Investitionsvolumen wäre den United-Bossen auch beim Belgier zu groß gewesen. Nicht zuletzt wird Mourinho, so der Bericht, vorgehalten, er habe in seinen beiden Jahren in Manchester mit Eric Bailly und Victor Lindelöf bereits zwei Wunschverteidiger für immerhin insgesamt rund 73 Millionen Euro verpflichtet.

Darum gab es keinen vollen Angriff auf Boateng

Gerne geholt hätten sowohl der Portugiese als auch seine Chefs Weltmeister Raphael Varane, für den der Klub dem Bericht zufolge auch eine neunstellige Summe gezahlt hätte, der Real Madrid aber weder verlassen darf noch will, oder Diego Godin, der dank Ausstiegsklausel nur 20 Millionen Euro gekostet hätte. Der Uruguayer möchte aber in Spanien bleiben. Bliebe noch Jerome Boateng, der United Medienberichten zufolge selbst absagte. Laut Guardian gab es im Klub Vorbehalte gegen eine Verpflichtung des Nationalspielers, nachdem man mit Owen Hargreaves und Bastian Schweinsteiger schlechte Erfahrungen mit verletzungsanfälligen Spielern des FC Bayern gemacht habe. So blieb es letztlich bei drei Neuzugängen für den Rekordmeister Englands, der am heutigen Freitagabend gegen Leicester die neue Saison eröffnet. Ersatztorhüter Lee Grant und der verletzte Diego Dalot spielen dabei keine Rolle, auf Mittelfeldmann Fred ruhen alle Hoffnungen. Der kostete immerhin rund 59 Millionen Euro.

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