2. Bundesliga

Darmstadt: Über strauchelnde Ingolstädter zum Relegationsrang?

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Am 26. Spieltag kommt zum Wiedersehen der beiden Bundesliga-Absteiger aus Darmstadt und Ingolstadt. Während die Darmstädter einen starken Saisonstart hinlegten und nun doch ganz unten stehen, verlief die Saison der Schanzer beinahe umgekehrt. Im direkten Aufeinandertreffen spricht die Form aber eher für die Lilien.

Das Hinspiel zwischen dem SV Darmstadt und dem FC Ingolstadt fand unter beinahe umgekehrten Vorzeichen statt. Die „Lilien“ standen damals auf dem vierten Tabellenplatz, Ingolstadt auf Rang 16. Nun stehen die Darmstädter auf dem vorletzten Tabellenrang und Ingolstadt steht auf dem zwölften Platz einigermaßen gesichert dar. „Darmstadt und Ingolstadt sind nicht die klassischen Erstligisten, die vielleicht mal einen Betriebsunfall hatten wie andere, große Vereine, die vorher schon jahrelang in der ersten Liga gespielt haben“, beurteilte Darmstadt-Trainer Dirk Schuster die Lage der beiden Mannschaften in der Hessenschau.

Darmstadt: Auf Dresden aufbauen

Schuster konnte mit seiner Mannschaft am vergangenen Wochenende den ersten Sieg seit fünf Spielen feiern. Das 2:0 gegen Dynamo Dresden war zwar spielerisch nicht stets auf hohem Niveau, jedoch konnten die „Lilien“ ihre typischen kämpferischen Elemente wieder einbringen, die ihnen lange fehlten. „Der Sieg war sehr wichtig für die Mannschaft, für die Moral. Dieser Sieg tut gut. Wer in Dresden gespielt hat, weiß, wie schwer es dort ist“, erklärte Kapitän Aytac Sulu. Zwar trennen die Hessen noch drei Punkte vom Relegationsrang und vier vom rettenden Ufer, jedoch glaubt man wieder an sich. „Der Sieg macht ein Stück weit Mut und Hoffnung, weil man weiß, dass man das Siegen nicht verlernt hat. Jetzt sind wir mit den Fans auf einem perfekten Nenner. Wir werden zusammen die Liga halten“, zeigte sich Sulu selbstbewusst. Mit einem Sieg gegen Ingolstadt könnte ein großer Schritt im Abstiegskampf gelingen, so würde man bei einer gleichzeitigen Niederlage von Erzgebirge Aue auf den Relegationsrang springen. Eventuell wird Darmstadt auf Stürmer Felix Platte und Abwehr-Routiner Roman Bregerie verzichten müssen, beide laborieren an Muskelproblemen.

Ingolstadt: Zu den Grundtugenden zurück

Während in Darmstadt wieder die Hoffnung aufkeimt, herrscht in Ingolstadt Ernüchterung. Zuletzt gab es drei Niederlagen infolge und nur einen Sieg aus sieben Spielen. „Wir sind nach der Winterpause den Erwartungen nicht gerecht geworden. Von daher spürt man eine ähnliche Enttäuschung“, so Trainer Stefan Leitl. „Jetzt sind kleine Schritte gefragt, es müssen erst Automatismen wieder greifen und das Selbstvertrauen zurückkommen. Dann ist das wieder ein Mittel, um zum Erfolg zu kommen. Gegen Darmstadt sind jetzt aber andere Dinge gefragt“, erklärte der ehemalige Darmstädter. Dafür setzt Leitl auf Zweikampfstärke, Leidenschaft und Teamgeist. Sollten die Franken gegen Darmstadt verlieren, so droht das Abrutschen in den Abstiegskampf, nur vier Punkte trennen sie vom Tabellensechszehnten. Für das Spiel am Samstag fallen mit Dario Lezcano (Innenbandanriss im Knie), Almog Cohen (Rotsperre), Alfredo Morales und Stefan Kutschke (beide Gelbsperre) gleich vier Stammkräfte aus.

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