1. FC Kaiserslautern

Darmstadt gegen Lautern: Das Duell der fast Vergessenen

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Während Darmstadt 98 noch in der vergangenen Saison in der Bundesliga spielte, ist es beim 1. FC Kaiserslautern schon etliche Jahre her, dass der Traditionsklub in der höchsten deutschen Fußball-Spielklasse stand. Beide Teams treffen am heutigen Mittwoch (18.30 Uhr) aufeinander – und erkennnen sich selbst fast nicht mehr wieder.

In der vergangenen Saison aus der Bundesliga abgestiegen, kratzt Darmstadt 98 derzeit an dem Kunststück, bis in die 3. Liga durchgereicht zu werden. Einer, der das verhindern soll, ist Dirk Schuster. Der Übungsleiter, der die Lilien von ebenjener 3. Liga bis in die Bundesliga führte, beerbte Mitte Dezember den scheidenden Torsten Frings. „Wir haben ein sehr gutes Gefühl nach der Vorbereitung, in der die Mannschaft sehr gut gearbeitet hat“, sagte Schuster vor der Partie. Der damalige Erfolgscoach freute sich bei Sport Bild auf den ersten Auftritt in gewohnter Umgebung: „Es kribbelt gewaltig, wenn ich ans erste Pfichtspiel zu Hause denke.“ Es fühle sich so an, „als wäre ich nie weg gewesen.“

Schuster will den Schleuderplatz verlassen

Es gehe jetzt darum, die Erfolgserlebnisse, die man sich in der Vorbereitung auf die restlichen Spiele der Rückrunde erarbeitet hatte, mitzunehmen. Im Zuge dessen forderte Schuster seine Mannschaft auf, „die drei Punkte hierzubehalten“. Man werde gut gerüstet sein für das Spiel gegen den 1. FC Kaiserslautern. Mit einem guten Start wolle man in die verbleibenden 16 Spiele den Grundstein legen, „den Relegationsplatz zu verlassen“, setzte sich Schuster als Ziel.

Zwei sollen noch gehen

Welche Startformation der Lilien-Coach gegen die Roten Teufel ins Rennen schickt, ist noch offen. Mit Ausnahme des gesperrten Yannick Stark stehen Schuster alle Akteure zur Verfügung. Es sei eine sehr schwere Auswahl, „bei der es auch zu Härtefällen kommen könnte“, sagte er. Keine Rolle spielen wird hingegen das Duo um Romuald Lacazette und Julian von Haacke, dem Schuster einen Leihwechsel noch im Januar nahelegte.

Strasser: „Die Mannschaft ist voll fokussiert“

Während der SVD98 noch eine realistische Chance auf den Nichtabstieg hat, sind beim heutigen Gegner Kaiserslautern schon fast die Lichter ausgegangen. 16 Spieltage vor Rundenschluss haben die Betzebuben bereits zehn Punkte Rückstand auf den Fünfzehnten 1. FC Heidenheim – es erfordert einen enormen Kraftakt gewürzt mit einer gehörigen Portion Glück, die Rettung noch realisieren zu können. „Die Mannschaft ist voll auf die Rückrunde fokussiert und wird alles daran setzen, unseren Start positiv zu gestalten. Wir wissen, worum es geht“, machte Jeff Strasser dem Umfeld vor dem Gastspiel im Hessenland Mut.

Callsen-Bracker will die Chance ergreifen

Jan-Ingwer Callsen-Bracker, der auf Leihbasis vom FC Augsburg kam, sei nicht hier wegen den Risiken. Stattdessen sei er davon überzeugt, „dass wir das Ruder noch herumreißen können. Solche Situationen sind schwierig, aber nicht aussichtslos.“ Am Ende sei es umso schöner, wenn man darauf zurückblicken könne mit dem Wissen, man habe so eine Situation gemeistert. Trainer Strasser muss am Böllenfalltor auf vier Spieler verzichten.

Fehlen den Teufeln sechs Spieler?

Das Quartett um Kacper Przybylko, Daniel Halfar, Mads Albaek und Giuliano Modica steht dem Luxemburger definitiv nicht zur Verfügung. Ein Fragezeichen prangt zudem hinter dem Einsatz von Patrick Ziegler, der zuletzt wegen einer Erkrankung nicht am Training teilnehmen konnte. Marcel Correia kehrt hingegen nach seiner Verletzungspause zurück und könnte mit Callsen-Bracker das Pärchen in der Innenverteidigung bilden. Der litauische Angreifer Lukas Spalvis fehlt darüber hinaus rotgesperrt.

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