Bundesliga

Darf sich Herthas Neuzugang Luckassen erstmals beweisen?

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Neuzugang Derrick Luckassen zeigte sich zuletzt von seinen ausbleibenden Einsatzzeiten enttäuscht. Die Verletzungsmisere bei Hertha BSC könnte dem Innenverteidiger jedoch unverhofft zu seinem Startelf-Debüt verhelfen.

„Ich hatte nicht erwartet, so lange auf der Bank sitzen zu müssen. Das ist enttäuschend“, ließ Derrick Luckassen erst diese Woche in der Berliner Morgenpost verlauten. Vor der Saison von PSV Eindhoven mit Kaufoption ausgeliehen, soll der Niederländer den Konkurrenzkampf in der Berliner Defensive erhöhen. Bislang durfte er sich jedoch kaum beweisen, erst drei Einsatzminuten stehen zu Buche. Viermal stand Luckassen gar nicht im Kader.

Hertha hat akute Verletzungsprobleme

Das Blatt könnte sich für den 23-Jährigen jedoch unerwartet schnell wenden. Die „alte Dame“ plagen nämlich große Verletzungssorgen in der Innenverteidigung. Erst am Donnerstagmittag verkündete Trainer Pal Dardai, dass Abwehrchef Niklas Stark für die kommende Partie gegen den SC Freiburg nicht zur Verfügung stehen wird. „Das wird nix. Dieses Risiko können wir nicht eingehen“, erklärte der Ungar dem kicker. Stark hatte sich beim 0:0 in Mainz vor knapp zwei Wochen eine schwere Mittelfußprellung zugezogen. Hinter dem Einsatz von Nebenmann Karim Rekik steht ein großes Fragezeichen. Der Landsmann von Luckassen laborierte zunächst an Oberschenkelproblemen und konnte nun aufgrund einer Erkältung nicht am Mannschaftstraining teilnehmen.  „Es ist bei ihm noch nicht so, dass man sagt: ‚Komm raus und mach‘ eine intensive Einheit‘. Morgen muss er schon. Wenn er dann nicht kann, geht es nicht. Nur das Abschlusstraining reicht nicht, wenn du so viele Einheiten nicht mitgemacht hast“, stellte Dardai in Aussicht.

Fehlt Rekik, spielt Luckassen

Berlins dritter Stammverteidiger Jordan Torunarigha konnte nach seiner Fußverletzung zwar erstmals wieder auf dem Trainingsplatz stehen, ist jedoch noch weit weg von seinem Comeback. Somit bleiben Dardai nicht allzu viele Optionen für die Innenverteidigung. Routinier Fabian Lustenberger ist als Vertretung von Stark gesetzt, doch sollte Rekik ebenfalls ausfallen, so stünde eigentlich nur noch Luckassen zur Verfügung. „Er macht einen guten Eindruck, aber ich kann noch nicht sagen, ob er spielt. Er hat ein gutes Passspiel, zweikampfmäßig kann ich ihn noch nicht ganz einschätzen“, sagt Herthas Trainer der Morgenpost am Mittwoch. Es bliebe Dardai allerdings nichts anderes übrig, denn neben Luckassen besitzen die Blau-Weißen nur noch Eigengewächs Florian Baak (19) als etatmäßigen Innenverteidiger – dieser hat jedoch kaum Profi-Erfahrung und wäre eher ein Kandidat für die Ersatzbank.

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