Nationalmannschaft

„Damit kann ich nichts anfangen“: Bierhoff kontert Hoeneß-Kritik am DFB

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Uli Hoeneß hat seine Abschiedstournee vor dem Ausscheiden als Präsident des FC Bayern am morgigen Freitag unter anderem für eine Breitseite gegen die Entwicklung der Nationalmannschaft genutzt. „Die Entwicklung der DFB-Auswahl stimmt mich bedenklich“, ätzte er Anfang des Monats. Oliver Bierhoff reagiert nun.

Vor allem mit dem Vorwurf, in der Nationalmannschaft würde der „Fußball am Menschen vorbei inszeniert“, geht dem DFB-Direktor gegen den Strich. „Mit dieser pauschalen Aussage kann ich zunächst einmal nichts anfangen“, sagt der einstige Torjäger der Mannschaft gegenüber der Bild-Zeitung. Dabei will er nicht um die Fakten herum reden. „Natürlich gab es nach der enttäuschenden WM einen Abfall der Begeisterung“, so Bierhoff. Doch es sei stets ein Bestreben des Verbands und der Nationalmannschaft an sich, unter den Anhängern für Begeisterung zu sorgen.

Stadien immer seltener ausverkauft

„Wir machen uns ständig Gedanken darüber, wie wir eine hohe Bindung und Nähe zu ihnen aufbauen können“, stellt Bierhoff klar. Neben dem Aufbau einer verjüngten Mannschaft sei dabei auch wichtig, abseits des Platzes nahbarer zu sein. Mit öffentlichen Trainingseinheiten habe man dabei wichtige Schritte gemacht. Zuletzt äußerte sich dies nicht zwingend an den Kassen der Stadien. Bei Länderspielen bleiben immer häufiger Plätze frei. Für diesen Umstand gibt es gute Gründe.

„Das kann keine andere Nation vorweisen“

Auch bei den anstehenden EM-Qualifikationsspielen in Mönchengladbach und Frankfurt dürfte der DFB wohl kaum ausverkauft melden. „Wir hatten seit 2018 bei unseren Heimspielen eine Auslastung von 93 Prozent, das kann keine andere der großen Fußball-Nationen vorweisen“, sagt Bierhoff allerdings. Er nahm in den vergangenen Tagen bereits die Mannschaft in die Pflicht. Seine Idee: Mit erfolgreichem und mitreißendem Fußball werde sich auch die ein oder andere Arena wieder besser füllen lassen.

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