Bundesliga

Da Costa gibt nach Arbeitssieg zu: „Man merkt, dass wir anders wahrgenommen werden“

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Aus Frankfurt berichtet fussball.news-Reporter Christopher Michel

Eintracht Frankfurt musste gegen Standard Lüttich hart um den 2:1-Erfolg kämpfen. Danny da Costa spürt, dass die Gegner inzwischen mit einer anderen Einstellung zu den Hessen reisen. Die Leichtigkeit und Unbekümmertheit der Vorsaison ist beim Europa-League-Halbfinalisten etwas abhanden gekommen.

Engmaschig hat Standard Lüttich gegen Eintracht Frankfurt verteidigt, teilweise formierte sich die Abwehrreihe zu einer Fünferkette: Von Beginn an war klar, wie die Rollen verteilt waren! Auf der einen Seite die Hessen, Vorjahres-Halbfinalist und vor dem Duell in fünf Pflichtspielen ungeschlagen. Auf der anderen Seite der Tabellenzweite in der europäisch allerdings eher schwächer einzuschätzenden belgischen Liga. „Man merkt, dass wir inzwischen anders wahrgenommen werden“, gab Danny da Costa nach dem Abpfiff im Exklusivgespräch mit fussball.news zu.

Vom Underdog zum angesehenen Europa-League-Teilnehmer

Allerdings seien die vielen Siege in der vergangenen Saison keine Leichtigkeit gewesen: „Wir hatten zwar sensationelle sechs Siege in der Vorrunde. Es war aber harte Arbeit, wenn ich da nur an die Partie in Marseille denke, die wir in Unterzahl gedreht haben.“ Der 2:1-Erfolg im Süden Frankreichs war damals am ersten Spieltag eine Initialzündung und der Grundstein für eine erfolgreiche Spielzeit auf europäischem Parkett. Obwohl sich die Frankfurter von Runde zu Runde steigerten, wurden sie von den Topteams aus Donezk, Mailand oder Lissabon nicht als ein Gegner auf Augenhöhe gesehen: „Da waren wir der Underdog, mit dem niemand so richtig etwas anfangen konnte.“

Da Costa lobt die Geduld der Eintracht

Obwohl die Partie gegen Lüttich als eher durchschnittlich eingestuft wurde, hat sich die Eintracht verdient durchgesetzt und gewisse Qualitäten abgerufen: „Wir sind sehr geduldig geblieben.“ Man habe „keine Wunderdinge“ versucht und „auf Teufel komm raus den tödlichen Pass“ gespielt. Da Costa lobte, wie sich das Team in die Aufgabe reingefressen hat: „Wir haben gemerkt, dass wir uns viel bewegen und miteinander kombinieren mussten.“

Standardsituationen als Qualitätsmerkmal in der Europa League

Zudem hob der Außenverteidiger, der kurz vor der Pause kurz mit einem „Brummschädel“ liegen blieb, dannach aber ohne Beeinträchtigung weiterspielen konnte, die starken Standardsituationen hervor: „Da waren wir präsent. Ich habe immer das Gefühl gehabt, dass wir dabei ein Tor erzielen könnten.“ Interessante Randnotiz: Alle drei Europa-League-Treffer wurden von Innenverteidigern nach ruhenden Bällen erzielt. Das Team von Trainer Adi Hütter beweist somit Flexibilität und Qualität zum richtigen Zeitpunkt.

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