Nationalmannschaft

Curtius: „Die Nationalmannschaft ist das letzte Lagerfeuer unserer Gesellschaft“

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Die deutsche Nationalmannschaft trifft in den letzten Länderspielen des Jahres am 16. November in Mönchengladbach auf Weißrussland und am 19. November in Frankfurt auf Nordirland. Die EM-Qualifikation dürfte das DFB-Team dabei perfekt machen. Friedrich Curtius betont den Stellenwert des Aushängeschilds des DFB.

„Die Nationalmannschaft ist das letzte Lagerfeuer unserer Gesellschaft, diese Flamme möchten wir in alle Teile der Gesellschaft tragen“, so der Generalsekretär des Verbandes gegenüber dem kicker. In der Verbandszentrale hat man seiner Aussage zufolge verstanden, dass die Entwicklung rund um das DFB-Team einer Kurskorrektur bedurfte. „Die Warnsignale sind vorhanden, und wir nehmen sie ernst“, so Curtius. „Nach der großen sportlichen Enttäuschung bei der WM 2018 haben wir erste überzeugende Antworten gegeben.“ So sei vor allem eine größere Nähe zu Fans ein wichtiges Thema.

„Positive Botschaften“

Mit öffentlichen Trainingseinheiten und dem Neuaufbau der Mannschaft mit jüngeren Spielern seien dahingehend wichtige Schritte erfolgt. „Wenn wir die Menschen glaubhaft mit unserer Arbeit überzeugen, wird auch unser Image davon profitieren“, ist der 43-Jährige überzeugt. Dies bezieht er insbesondere auch auf den DFB als Gesamtverband. Mit dem Gewinn der Austragungsrechte für die EM 2024, der Grundsteinlegung der neuen Akademie in Frankfurt und der Wahl von Fritz Keller zum Präsidenten seien auch hier wichtige Schritte erzielt worden. „Das sind schöne, positive Botschaften, von denen auch klare Signale an die Öffentlichkeit gehen: Wir haben verstanden und packen die Dinge an.“

„Wehre mich gegen pauschales Abarbeiten“

Dennoch sieht sich der DFB immer wieder heftiger Kritik ausgesetzt. Vor allem seitens Fanverbänden und Anhängern im Stadion. „Ich habe Verständnis, wenn uns Fankurven kritisch sehen, und ich stehe jedem sachlichen Dialog offen gegenüber“, sagt Curtius. „Allerdings wehre ich mich gegen ein pauschales Abarbeiten an Organisationen wie DFB, DFL, FIFA oder UEFA.“ Gerade der DFB habe sich in vielen Gesichtspunkten bereits bewegt und nehme eine Entwicklung in die richtige Richtung.

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