Bundesliga

Covics goldenes Händchen – in dieser Statistik ist Hertha Ligaspitze

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Die 2:3-Niederlage gegen die TSG aus Hoffenheim hat bei Hertha BSC recht große Enttäuschung hinterlassen. Der Hauptstadtverein hat sich im Vorfeld der Partie vorgenommen, mit einem Heimsieg die oberen Plätze anzugreifen, doch nun steckt die Mannschaft von Trainer Ante Covic im Mittelfeld fest. In einer Sache macht den Berlinern aber kein einziger Liga-Konkurrent etwas vor – den Jokertoren.

Mittlerweile hat sich ein Gefühl der Vorfreude bei den Berlinern Anhängern eingestellt, wenn sie sehen, dass Trainer Ante Covic einen Wechsel vorbereitet, denn zuletzt hat das immer in Toren gemündet. So auch im Spiel gegen Hoffenheim, nachdem die „Alte Dame“ zur Halbzeitpause Ondrej Duda und nach 64 Minuten Salomon Kalou eingewechselt hatte. Keine vier gemeinsamen Minuten auf dem Feld hatte das Joker-Duo gebraucht, um für den zwischenzeitlichen 2:2-Ausgleichstreffer zu sorgen.

Kein Team erzielt mehr Jokertore

Duda hatte bei dem Tor den herausragenden vorletzten Pass in die Schnittstelle der Abwehr gespielt, den Vladimir Darida zur Vorlage für Torschütze Kalou weiterverarbeitet hatte. Es ist der bereits vierte Treffer eines Herthaner Einwechselspielers in der laufenden Saison gewesen – Liga-Bestwert. Zugleich ist Kalou sein bereits fünftes Jokertor für die Blau-Weißen gelungen, diesen vereinsinternen Rekord teilt sich der Ivorer nun mit zwei weiteren Herthanern. „Heute freue ich mich insbesondere für Salomon Kalou, der eine schwierige Zeit hinter sich hat, trotz seiner großen Qualität in den letzten Spielen nicht berücksichtigt wurde. Es ist bemerkenswert, wie er in diese Partie hineingekommen ist und gleich getroffen hat“, erhielt der 34-jährige Stürmer ein Sonderlob seines Trainers.

Covic lobt die Mentalität seiner Spieler

Das Spiel gegen Hoffenheim ist das vierte infolge gewesen, in dem ein Herthaner Einwechselspieler direkt an einem Tor beteiligt gewesen ist. In den vorherigen drei Spielen sind es Vedad Ibisevic mit zwei Jokertoren gegen den 1. FC Köln und Dodi Lukebakio mit Assists gegen den „Effzeh“ und Fortuna Düsseldorf wie auch einem Treffer gegen Werder Bremen gewesen. „Dodi hat sich nicht aufgegeben, die Ärmel hochgekrempelt und mir ein paar schlaflose Nächte bereitet“, hatte Covic seinen Außenbahnspieler für seine Trainings- und Spielleistungen nach dem Spiel in Bremen gelobt. Bereits seit Wochen spricht Herthas Trainer über seinen mangelnden Schlaf, dem ihm die Spieler aufgrund ihrer hohen Qualität und Bereitschaft für den Konkurrenzkampf aufbürden.

Hertha ist ein Comeback-Team

Gegen Hoffenheim haben Spieler wie Davie Selke, Ondrej Duda, Salomon Kalou oder Javairo Dilrosun auf der Bank gesessen – Eduard Löwen und Arne Maier haben aufgrund von Verletzungen bislang noch nicht einmal eine Rolle gespielt – sprich, die allgemeine Qualität bei den Berlinern ist in dieser Spielzeit enorm angestiegen und Trainer Covic hat dadurch allerlei Möglichkeiten, die Geschicke eines Spiels durch Wechsel noch zu verändern. Bereits sieben Mal hat Hertha in der laufenden Saison zurückgelegen, doch haben die Berliner aus den Spielen noch starke fünf Punkte geholt – nur drei Teams in der Bundesliga haben mehr Zählbares aus Rückständen mitgenommen. Auch gegen Hoffenheim hatte Hertha einen 0:2-Rückstand zur Halbzeit zwischenzeitlich zu einem 2:2 umgewandelt. „Danach gab’s zwei Möglichkeiten: Entweder wir laufen uns aus und schonen die Kräfte für Mittwoch. Oder wir schmeißen alles rein. Ich finde es bemerkenswert, wie die Mannschaft zurückgekehrt ist. Die Zuschauer haben das honoriert – das hat man nach dem Spiel gesehen“, sprach Covic gegenüber immerhertha.de seiner Mannschaft trotz der Niederlage ein Lob aus.

Konstanz über 90 Minuten fehlt

Das Defizit, das mit den genannten Statistiken bereits indirekt mitgeschwungen ist, ist die fehlende Konstanz über die gesamte Dauer eines Spiels. Aufgrund mangelhafter Konzentration in der Abwehrarbeit, aber auch im Abschluss ist es Hertha in der aktuellen Spielzeit noch nicht gelungen, ein Spiel 90 Minuten lang akkurat zu bestreiten. In nur zwei Spielen ist Berlin in Führung gegangen, beide hat man für sich entschieden. Comeback-Qualitäten stehen einer Mannschaft gut zu Gesicht, doch sind nur dann von Nöten, wenn vorher etwas schiefgelaufen ist. „Wir sind inzwischen in der Lage, eine gewisse Kontinuität anzubringen. Seit dem Paderborn-Spiel haben wir in jeder Partie eine gewisse Dominanz ausgestrahlt und fußballerische Komponenten an den Tag gelegt“, beurteilt Covic die aktuelle Entwicklung, „natürlich hätten uns die drei Punkte gestern gut zu Gesicht gestanden, aber wir bewegen uns in die richtige Richtung. Wir müssen weiter fleißig bleiben und die Dinger holen, wo keiner damit rechnet.“

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