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Chemnitzer FC kommt nach Neonazi-Skandal nicht zur Ruhe

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Fußball-Regionalligist Chemnitzer FC kommt bei der Aufarbeitung des Neonazi-Skandals nicht zur Ruhe.

Insolvenzverwalter Klaus Siemon verteidigte sein Vorgehen nach der umstrittenen Trauerbekundung für den mutmaßlichen Neonazi Thomas H. am vergangenen Samstag. Mario Lengtat, ehemaliges Mitglied des Ehrenrates, stellte die Version von Siemon infrage.

„Ich gehe davon aus, dass es eine massive Beeinflussung des freien Willens der handelnden Personen gegeben hat. Deswegen habe ich eine Strafanzeige erstattet“, erklärte Siemon. Der Insolvenzverwalter betonte weiter, dass der Veranstaltungsleiter Thomas Uhlig erpresst worden sei. Uhlig war im Anschluss von seinen Ämtern zurückgetreten, weitere Mitarbeiter wurden von ihren Aufgaben entbunden.

Lengtat, der nach eigener Darstellung das Mandat für einen der entlassenen Mitarbeiter übernommen hat, widersprach Siemon. Der Ex-Ehrenrat bestätigte laut MDR die Richtigkeit eines im Internet kursierenden Chat-Protokolls, das keinerlei Anzeichen für eine akute Bedrohungslage aufzeigen würde.

Siemon hielt an seiner Version fest und erklärte erneut, dass die Trauerbekundung mit Pyro-Show und Schweigeminute vor dem Spiel der Chemnitzer am Samstag gegen VSG Altglienicke (4:4) so nicht geplant gewesen sei. Mitarbeiter hätten dem nur zugestimmt, weil Unbekannte mit „massiven Ausschreitungen“ gedroht hätten. Für Siemon hätte so der Anfangsverdacht einer Nötigung bestanden.

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