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Champions-League-Geheimfavorit? Das zeichnet Juventus aus

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Obwohl Juventus Turin in den vergangenen drei Champions-League-Saisons zweimal das Endspiel bestritten hat, wird die „Alte Dame“ nicht im engsten Favoritenkreis genannt. Die Konkurrenz unterschätzt den italienischen Serienmeister anscheinend trotz der häufig gezeigten Qualitäten. Dabei ist es nur sehr schwer, eine Erfolgsformel gegen die Turiner zu finden.

Heung-Min Son und Tottenham Hotspur waren sich nach dem 1:0-Führungstreffer im Rückspiel der Königsklasse gegen Turin sicher, dass dieses Tor nach einem Hinspiel im 2:2 langen sollte. Zu schwach trat Juventus auf, die Offensivleistung war bis zu diesem Zeitpunkt nach 39 Minuten nicht existent. Wer sich gegen die „Mentalitätsmonster“, wie Sami Khedira das Team nach Abpfiff nannte, zu sicher fühlt, wird allerdings bestraft. Mit einem Doppelpack innerhalb von nur vier Minuten drehte das Team die Partie, das Top-Sturmduo Gonzalo Higuain und Paulo Dyballa ließ die Mannschaft, die laut transfermarkt.de einen Marktwert von 564,30 Millionen Euro hat, jubeln.

Juventus kann sich von Neapel absetzen

Auch national hat sich der Traditionsklub wieder an die Spitze der Serie A gesetzt. Nachdem der SSC Neapel monatelang Tabellenführer war, haben zuletzt nur ein Punkt aus zwei Partien für Ernüchterung gesorgt. Juventus hat die Chance genutzt und vor dem Nachholspiel gegen Atalanta Bergamo am Mittwoch (18 Uhr) einen Zähler Vorsprung herausgearbeitet. Die „Alte Dame“ befindet sich somit auf den Weg zum siebten Titel in Folge, die individuelle Klasse und Breite im Kader machen den Unterschied aus.

Allegri hat eine gute Balance hergestellt

Die Abwehrkette wird dabei noch immer vom erfahrenen Giorgio Chiellini angeführt, hinter ihm hütet Gianluigi Buffon, der sein Karriereende mit 40 Jahren weiter offen lässt, das Tor und im Spiel nach vorne besitzen die Turiner eine gute Mischung aus Erfahrung (Khedira, Higuain, Matiudi) und Geschwindigkeit (Douglas Costa, Dyballa). Beim 2:0-Heimspielsieg gegen Udinese Calcio saßen mit Miralem Pjanic, Medhi Benatia und Mario Mandzukic Akteure mit Stammspielerpotenzial zu Beginn auf der Bank.

Geheimkandidat im Rennen um die Königsklasse

Allegri ist es zudem gelungen, eine gute Balance zwischen Offensive und Defensive herzustellen. 65mal jubelten die Turiner über einen Treffer in der Serie A (Bestwert) und kassierten zugleich erst 15 Gegentore (ebenfalls Bestwert). Es sind Qualitäten, die sie auch im Rennen um die Champions League zu einem ernstzunehmenden Kandidaten aufsteigen lassen. Auch für die Topfavoriten Manchester City, FC Barcelona oder Real Madrid zählen die Norditaliener zu der Kategorie unangenehmer Gegner. Juventus wird es sich weiter gemütlich machen in der Rolle des Außenseiters, der kaum Erwähnung und Beachtung geschenkt bekommt – und im nächsten Versuch nach dem Titel greifen?

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