2. Bundesliga

Castro: „Wir sind immer noch gefühlt im Tor-Chaos“

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Der VfB Stuttgart besiegt den Hamburger SV im Zweitligaspitzenspiel des 28.Spieltags spät mit 3:2. Wie der Sprung auf Tabellenplatz zwei allerdings gefeiert werden sollte, das erschien zunächst unklar. Zumindest für Gonzalo Castro.

Er war der Held des Abends und wusste dennoch nicht, wie er diesem Umstand am angemessensten Rechnung tragen sollte: „Wir sind immer noch gefühlt im Tor-Chaos. Wir dürfen eigentlich ja nicht so nah beieinander jubeln, ich hoffe die DFL hat dafür aber Verständnis“, sagte Gonzalo Castro, der Siegtorschütze zum 3:2 (92.) gegenüber Eurosport. Castro klatschte seine Teamkollegen ab und setzte zum Jubellauf an. Naturgemäß sei die Erleichterung nach dem Tor groß gewesen, gestand der Mittelfeldspieler: „Man hat nach dem Tor gesehen, wie wichtig dieser Sieg für uns war.“ Der dreifache Punktgewinn war der erste für den VfB Stuttgart seit dem 23. Spieltag. Wie aber kam er zustande? Die Mannschaft habe sich in der Halbzeitpause gesagt, sie hätte „nichts zu verlieren“ und müsse „einfach befreit aufspielen“, so Castro.

„In der Kabine hat es richtig gefetzt“

Ähnlich sah es sein Teamkollege Pascal Stenzel: „In der Kabine hat es richtig gefetzt, das hat uns letztlich geholfen, weil danach alle wach waren“, gab er an gleicher Stelle zu Protokoll. Der Anschluss von VfB-Mittelfeldspieler Wataru Endo kurz nach der Pause zum 1:2 scheint Stenzels Worte zu bestätigen. Der Ausgleich von Nicolas Gonzalez zum 2:2 (60.) legte dann den Grundstein für den späten Erfolg. Für den Hamburger SV war die Niederlage auch deswegen bitter, weil Dieter Hecking  seine Mannschaft nach dem Ausgleich  nur kurzzeitig irritiert sah: „Das frühe Anschlusstor war bitter, nach den zwei schnellen Gegentreffern musst du dich erstmal sammeln“, sagte der Trainer des Hamburger SV gegenüber Eurosport. Dennoch hätte seine Mannschaft nicht verlieren dürfen, zeigte sich Hecking überzeugt. Schließlich hätte der HSV die Partie auch „nach dem 2:2 eigentlich im Griff“ gehabt. „Da müssen wir cleverer sein“, ärgerte sich der 55-Jährige.

About Stefan Katzenbach

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