Borussia Dortmund

BVB-Chefscout Pilawa: „Der Kampf um die großen Talente ist unglaublich“

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Borussia Dortmund hat es in den vergangenen Jahren zu einer Vereinsphilosophie erhoben, junge Spieler zu verpflichten und aus Rohdiamanten das beste herauszuholen. Markus Pilawa erklärt, warum es immer schwerer wird, diese Idee zu verfolgen.

„Es gibt einen sehr großen Hype um 16-Jährige“, so der Chefscout des BVB gegenüber dem Internetportal Bleacher Report. „Der Kampf um die großen Talente ist unglaublich und wird in den nächsten Jahren noch größer werden.“ Viele Vereine würden sich um die Spieler im Alter von 16 streiten, weil sie sie im Alter von 20 nicht mehr bezahlen könnten. Als Beispiele nennt Pilawa Matthijs de Ligt und Frenkie de Jong. „Die kannst du dir als Borussia Dortmund nicht leisten.“ Andere Beispiele seien Joao Felix von Atletico Madrid und, künftig, Kai Havertz.

„Das ist die DNA des Klubs“

Bei dessen Weggang von Bayer Leverkusen werde er über 100 Millionen Euro Ablöse kosten. „Selbst Bayern München hat Probleme mit diesen Regionen“, so Pilawa. Seine Arbeit ist deshalb umso wichtiger. Der Chefscout muss Spieler früh genug entdecken, um dem Klub die Möglichkeit zu geben, sich rechtzeitig um sie zu bemühen. Denn an der grundsätzlichen Philosophie wolle der BVB festhalten, versichert er. Dabei gehe es um die gute Mischung verschiedener Ansätze. „Natürlich wollen wir Meister werden, aber die Fans erwarten auch, junge Spieler wie Jadon Sancho oder Achraf Hakimi zu sehen. Das ist die DNA des Klubs.“

Ein Dortmunder Junge soll es ins Profiteam schaffen

Dortmund versuche stets, die entsprechenden Ansprüche zu kombinieren. „Manchmal fügen wir dem Team Mats Hummels zu, nächstes Jahr ist es vielleicht Giovanni Reyna.“ Der 17-jährige US-Amerikaner gilt vielen Beobachtern als größtes Talent der aktuellen A-Junioren-Mannschaft. Er dürfte im Winter erneut die Vorbereitung mit den Profis absolvieren. In den vergangenen Jahren war der Klub zunehmend auf Zugänge aus dem Ausland schon im Nachwuchsbereich angewiesen. Der regionale oder auch deutschlandweite Talentpool lässt hingegen eher zu wünschen übrig. „In den nächsten Jahren wird es ein riesiges Ziel für uns, einen Dortmunder Jungen aus der Jugend in die Profimannschaft zu bringen“, versichert Pilawa dennoch.

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