Bundesliga

Brych: Geisterspiele für Schiedsrichter „anders herausfordernd“

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Der Restart der Bundesliga läuft seit Mitte Mai weitgehend ohne gravierende Zwischenfälle. Vier Spieltage haben stattgefunden, in denen sich neben den Mannschaften auch die Unparteiischen langsam aber sicher an Geisterspiele gewöhnen. Felix Brych berichtet, was sich für die Referees ändert.

„Es ist ungewohnt. Wir waren in den letzten Jahren immer sehr verwöhnt mit tollen Kulissen. Die Umstellung auf ein leeres Stadion ist anders herausfordernd“, sagt der FIFA-Schiedsrichter gegenüber dem TV-Sender Sky. Der Münchner hat seit dem Restart drei Spiele der 1. oder 2. Bundesliga geleitet, darunter unter der vergangenen Woche das turbulente 3:1 der TSG Hoffenheim gegen den 1.FC Köln mit zwei Platzverweisen und einem Strafstoß. Aus Sicht von Brych ändert sich ob der Umstände vor allem die Kommunikation des Spielleiters mit den Profis. „Man kann mit den Spielern besser reden, muss nicht so schreien.“

„Es fehlt der Push von außen“

Gleichzeitig hat die Abwesenheit der Zuschauer aber auch Schattenseiten, die mitunter sogar Entscheidungen beeinflussen können. „Es fehlt der Push von außen. Dass man auf Situationen hingeleitet wird, dass die Fans einen auf etwas aufmerksam machen“, sagt Brych. Der womöglich positive Nebeneffekt ist freilich, dass die Unparteiischen nicht vom Heimpublikum als Sündenbock für einen unerwünschten Spielverlauf ausfindig gemacht werden können. „Das Stress-Level ist vielleicht einen Ticken niedriger. Aber bei uns gilt letztlich, was hinten raus kommt. Wir müssen richtig entscheiden“, weiß Brych. Diese Maßgabe gilt in der Bundesliga und allen anderen Wettbewerben der Welt, ganz gleich, wie viele Zuschauer sich ein Spiel anschauen.

About Lars Pollmann

Lars Pollmann begann sein Autorendasein als englischsprachiger Blogger (Bleacher Report, Yellowwallpod). Seit 2018 zählt er zur Redaktion von fussball.news. Seine Leidenschaft gehört darüber hinaus dem italienischen Fußball (vor allem Inter Mailand) sowie dem Radsport.

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