Bundesliga

Breitenreiter: Dann ist der Klassenerhalt ein realistisches Ziel

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Hannover 96 überwintert mit lediglich elf Zählern nach der Hinrunde auf dem vorletzten Tabellenplatz. Bei den Niedersachsen ist zuletzt ein Streit über vermeintliche Transfer-Forderungen von Andre Breitenreiter entbrannt. Der Trainer weist das von sich, legt aber dennoch den Finger in die Wunde.

„Ich habe nie eine Forderung gestellt, sondern nur eine Empfehlung ausgesprochen“, so der 45-Jährige gegenüber Sport Bild. Präsident Martin Kind hatte kürzlich kritisiert, Breitenreiter dürfe sich nicht der Verantwortung für die Zusammenstellung des Kaders entziehen. Der Ex-Profi beharrt aber inhaltlich auf seinem Standpunkt. „Das Risiko ist hoch. Wenn sich Spieler verletzen, haben wir keinen Ersatz.“ In der Sturmspitze, auf den offensiven Außen und im zentralen Mittelfeld sieht er einen Mangel an Alternativen.

„Keine Zeit für Experimente“

„Wenn wir immer an unsere Grenzen gehen, wenn die Verletzten zurückkommen und wir unseren Kader optimieren, bin ich sehr optimistisch, dass wir unser großes Ziel, den Klassenerhalt, schaffen“, so Breitenreiter. Bislang stehen mit den Ausleihen von Kevin Akpoguma und Nicolai Müller immerhin zwei Verpflichtungen für die Rückrunde fest. Der gebürtige Niedersachse habe sie im persönlichen Gespräch zum Wechsel nach Hannover bewegt, berichtet das Magazin. „Sie sind gierig darauf, Fußball zu spielen. Sie sind Soforthilfen. Wir haben keine Zeit für Experimente.“

Eine Frage der Mentalität

Damit beschränkt Breitenreiter gleichzeitig aber auch das Profil möglicher Neuzugänge. Da auch er um die Rahmenbedingungen des Klubs weiß und sie akzeptieren muss, dürfte dem 45-Jährigen klar sein, dass große Sprünge nicht mehr zu erwarten sind. Entsprechend besteht die Hauptaufgabe wohl darin, das vorhandene Personal für den Abstiegskampf fit zu machen. „Es darf keine ‚Leck-mich-am-Arsch‘-Mentalität entstehen“, formuliert Breitenreiter. Die 96er treffen zum Rückrundenauftakt am 19. Januar daheim auf Werder Bremen.

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