Bundesliga

Breitenreiter: 96-Coach „zu keiner Zeit beunruhigt“

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Hannover 96 hat vor der Länderspielpause gegen den VfB Stuttgart den wichtigen ersten Saisonsieg eingefahren. Trainer Andre Breitenreiter saß so oder so fest im Sattel. Der ehemalige Profi freut sich über die gute Zusammenarbeit bei den Niedersachsen.

„Ich war zu keiner Zeit beunruhigt, weil ich gesehen habe, wie wir Fußball spielen“, so der 45-Jährige im Interview mit Sport Bild. „Und weil ich überzeugt bin von der Mannschaft, aber auch von unserer Arbeit bei Hannover 96.“ Intern passe zwischen die Führungsriege des Vereins kein Blatt Papier, lobt Breitenreiter die Arbeit mit Sportchef Horst Heldt und Präsident Martin Kind. „Alle Beteiligten wissen, welche finanziellen Möglichkeiten der Verein hat, und schätzen unsere Ergebnisse realistisch ein.“ Deshalb war auch der zwischenzeitliche Aufenthalt auf Platz 18 kein Grund zur Panik.

„Zu oft nur noch schwarz und weiß“

Andere Trainer haben in ihren allerdings Klubs weniger Glück mit ihren Vorgesetzten. Nach der Niederlage gegen das Breitenreiter-Team traf die erste Entlassung der Saison Stuttgart-Coach Tayfun Korkut. „Wenn es nicht läuft, sind wir oft alleine schuld“, kritisiert der gebürtige Niedersachse die Schnelllebigkeit des Fußball-Geschäfts. „Nehmen wir Niko Kovac: Vor zwei Wochen hat er bei Bayern noch alles richtig gemacht. 14 Tage später werden Rufe nach Jupp Heynckes laut.“ Alle Trainer eine der Wunsch, in Ruhe arbeiten und Dinge entwickeln zu können. Das sei aber nur noch selten möglich. „Leider ist alles zu oft nur noch schwarz oder weiß“, beklagt Breitenreiter.

Eigene Erfahrung macht ehrlich

Nach der Entlassung von Korkut entbrannte eine Debatte um Ehrlichkeit in der Bundesliga. Schließlich hatte VfB-Manager Reschke wenige Stunden vor der Entscheidung gegen den Türken öffentlich scheinbar seinen Rücken gestärkt. Notlügen könnten in manchen Positionen notwendig sein, so Breitenreiter. Er selbst predige aber absolute Ehrlichkeit. „Die Jungs sollen nicht das erleben, was ich als Spieler erfahren habe. Ich hatte Trainer, die mir kein ehrliches Feedback gegeben haben, um es sich leicht zu machen.“ Als Aktiver kam der 45-Jährige auf insgesamt 144 Bundesligaspiele für den Hamburger SV, VfL Wolfsburg und die SpVgg. Unterhaching.

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