Bundesliga

Boyata erklärt „das Einzige, das ich aus heutiger Sicht anders machen würde“

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Auf den ersten Neuzugang für die laufende Saison muss Hertha BSC am längsten warten. Die Verpflichtung von Dedryck Boyata machten die Hauptstädter dem Vernehmen nach bereits im Frühjahr klar, sein Debüt steht nach dem Einstieg ins Mannschaftstraining während der Länderspielpause bevor. Der Belgier bringt viel Erfahrung mit. Mit der eigenen Karriere geht er reflektiert um.

Bereits in der Jugend wagte der Brüsseler den Schritt in die Akademie von Manchester City. „Das war gut für
die Entwicklung, und ich habe viel gespielt“, berichtet der 28-Jährige gegenüber Sport Bild. Allerdings sieht der 16-fache Nationalspieler in seinem langen Festhalten am Traum, für die erste Mannschaft zu spielen, in der Nachbetrachtung einen Fehler. Es sei „das Einzige, das ich aus heutiger Sicht anders machen würde“, so Boyata. Zweimal ließ er sich ausleihen, verbrachte zwischenzeitlich aber auch 18 Monate zwischen Bank, Tribüne und der zweiten Mannschaft.

Trotzdem „sehr glücklich mit meiner Karriere“

Womöglich hat sich Boyata dadurch eine bessere Karriere verbaut. „Ich habe damals mit Kevin De Bruyne und Eden Hazard zusammengespielt“, sagt er. Sie sind heute Weltstars und Anführer der belgischen Nationalmannschaft. „Aber ich bin auch zufrieden mit meinem Weg, bin sehr glücklich mit meinem Leben und meiner Karriere.“ Immerhin hat er in vier Jahren bei Celtic Titel gesammelt und in Europa gespielt. Bereits 2018 entschied sich der Innenverteidiger nach einem Gespräch mit Michael Preetz für einen Wechsel zu Hertha BSC.

Er wehrt sich gegen den Streik-Vorwurf

Der kam nun erst 2019, dafür aber ablösefrei, zustande. „Dass mir vorgeworfen wurde, ich hätte letzten Sommer gestreikt, damit ich wechseln kann, ist nicht wahr“, so Boyata. „Ich habe die Saison auch durchgespielt, war in der schottischen Elf des Jahres und habe meinen Teil zum Titel beigetragen.“ Trotzdem sei es an der Zeit gewesen, etwas Neues zu wagen. Die Bundesliga sei dabei eine gute Herausforderung. Ob Boyata nach überstandenen muskulären Problemen am Oberschenkel bereits am Samstag beim 1.FSV Mainz 05 spielen kann, ist noch offen.

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