2. Bundesliga

Boldt: Spieler „spüren die Last der letzten zehn Jahre des HSV auf ihren Schultern“

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Der Hamburger SV hat am Pfingstsonntag seinen ersten Dreier seit dem Neustart der 2. Bundesliga eingefahren. Gegen den Abstiegskandidaten SV Wehen Wiesbaden zeigte das Team dabei kurioserweise wohl seine schwächste Leistung. Jonas Boldt dreht es ins Positive und freut sich über einen gelungenen Charaktertest.

„Die Jungs wollen alle, aber in Spielsituationen wie nach dem 2:2 gegen Wehen spüren sie auch die Last der letzten zehn Jahre des HSV auf ihren Schultern“, so der Sportvorstand gegenüber dem kicker. Die Rothosen hatten einen frühen Rückstand gedreht, kassierten in der 2. Halbzeit aber per Strafstoß den Ausgleich. Es drohte ein neuerlicher Rückschlag und sogar der Verlust des Relegationsplatzes, der ohnehin nur das absolute Minimalziel darstellen kann. „Es spricht für den Charakter der Truppe, dass sie in so einer Situation das Spiel auf ihre Seite zieht“, sagt Boldt.

„Druck kam zurück“

So fand die englische Woche nach dem 0:0 gegen Arminia Bielefeld und dem Last-Minute-K.o. beim VfB Stuttgart ein versöhnliches Ende. Spielerisch macht Boldt dabei seit dem Neustart Fortschritte beim HSV aus, in Ergebnissen mündeten die aber nicht. „Mit jedem nicht gewonnenen Spiel kam der Druck zurück“, formuliert der Sportchef. Besonders scheinen die Verantwortlichen beim HSV dies an Torhüter Daniel Heuer Fernandes festgestellt zu haben, der am Sonntag aus heiterem Himmel Julian Pollersbeck den Vortritt lassen musste.

Pollersbeck „tut uns gut“

Trainer Dieter Hecking war zwar darauf aus, das Thema möglichst klein zu reden. Seiner Argumentation, ein „freier Tag“ für die Nr.1 sei „keine außergewöhnliche Maßnahme“, ist aber eher schwer nachzuvollziehen. Boldt lässt da schon eher die Katze aus dem Sack. „In der jetzigen Phase tut uns seine Mentalität ganz gut. Wir haben immer gesagt, dass er seine Chance bekommt, wenn er richtig hart an sich arbeitet“, so der 38-Jährige gegenüber dem Fachmagazin. Entsprechend wäre wenig überraschend, stünde Pollersbeck auch am Montagabend im Nordduell mit Holstein Kiel zwischen den Pfosten.

About Lars Pollmann

Lars Pollmann begann sein Autorendasein als englischsprachiger Blogger (Bleacher Report, Yellowwallpod). Seit 2018 zählt er zur Redaktion von fussball.news. Seine Leidenschaft gehört darüber hinaus dem italienischen Fußball (vor allem Inter Mailand) sowie dem Radsport.

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