2. Bundesliga

Bochum will seine starke Serie gegen schwächelnde Veilchen weiter ausbauen

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Am Samstagnachmittag (13.00 Uhr) treffen mit dem VfL Bochum und Erzgebirge Aue zwei Mannschaften aufeinander, die durch einen Sieg wichtige Schritte in der Tabelle gehen könnten. Während der VfL auf die Aufstiegsränge schielt, wollen die Veilchen weiteren Abstand zu den untersten drei Plätzen schaffen.

Die Begegnung zwischen dem VfL Bochum und Erzgebirge Aue hat ein wenig den Charme eines Klassentreffens. Insgesamt fünf Auer Profis haben einst für Bochum gespielt. Sören Bertram (2013/14), Malcolm Cacutalua (2014 bis 2016), Luke Hemmerich (2017/18), Christian Tiffert (2013/14) und Dominic Wydra (2016/17) kommen auf insgesamt 96 Einsätze für den VfL. Doch all diese Erinnerung werden am Samstag keinen Platz finden, wenn es um wichtige Punkte am 14. Spieltag gehen wird.

Bochum will weiter nach oben blicken

Zuletzt wurde trotz komfortabler Tabellenlage ein wenig Frust in Bochum geschoben. Gleich dreimal hintereinander gelang nur ein Unentschieden, dazu wurden zwei sicher geglaubte Siege gegen Jahn Regensburg (3:3) und Greuther Fürth (2:2) durch Last-Minute-Gegentore hergeschenkt. Durch den Dreier im vergangenen Spiel gegen Darmstadt 98 (1:0) ist aber neues Selbstbewusstsein beim VfL geweckt worden, sodass die Aufstiegsränge wieder angegriffen werden sollen. „Wir haben in dieser Woche sehr fokussiert gearbeitet. Die Jungs sind motiviert und wollen in der Tabelle oben dranbleiben. Ich muss zugeben, es macht schon Spaß wieder nach oben zu blicken“, gab Co-Trainer Heiko Butscher die Marschroute vor. Aktuell steht der VfL mit 20 Punkten drei Zähler hinter dem Drittplatzierten, Union Berlin. Die drei erwähnten Unentschieden täuschen etwas über den Fakt hinweg, dass die Bochumer seit insgesamt fünf Spielen ungeschlagen sind – auf diese Serie gilt es aufzubauen.

Heimstarke Bochumer wollen Aue nicht unterschätzen

Die drei Punkte gegen die „Lilien“ aus Darmstadt wurden zu Hause eingefahren, insgesamt 13 Zähler blieben bereits im Bochumer Ruhrstadion. Damit belegt der VfL Platz zwei in der Heimtabelle und empfängt nun mit Aue die drittschlechteste Auswärtsmannschaft der Liga (bislang nur vier Punkte). Dennoch will der Tabellenfünfte den 13. nicht unterschätzen. „Aue hat über Jahre eine gewisse Mentalität entwickelt, die ein bisschen das Underdog-Image beinhaltet einer Mannschaft, die ums nackte Überleben kämpft. Entsprechend treten sie immer sehr geschlossen auf, sind sehr schwierig zu bespielen“, warnte Geschäftsführer Sport Sebastian Schindzielorz beim Stadtspiegel. Am Samstag wird Trainer Robin Dutt auf den so wichtigen Offensivspieler Robbie Kruse verzichten müssen – der Australier fällt mit einer Einblutung im Adduktorenbereich aus. Auch Linksverteidiger Timo Perthel wird nicht zur Verfügung stehen.

Aue will ein ruhiges Weihnachtsfest feiern

Während der VfL Bochum noch oben blickt, will Erzgebirge Aue vor allem nicht mehr nach unten schauen müssen. Vor Beginn des Spieltags trennten vier Punkte die „Veilchen“ von dem Tabellen-16. aus Duisburg. „Bis Weihnachten wollen und müssen wir noch einige Punkte einfahren, um ein ruhiges Fest zu haben“, erklärte Aue-Coach Daniel Meyer vor dem Spiel am Samstag. Nach zuletzt zwei Niederlagen ist es auch wieder höchste Zeit, um zu punkten. „Wir haben in Heidenheim (0:1) und gegen den HSV (1:3) nur wenig falsch gemacht. Vorn eine Chance zu viel weggelassen, hinten eine zu viel zugelassen. Das lag vor allem an der fehlenden Konzentration. Die Frische hat da gefehlt“, so Meyer, der auf die Erholung in der Länderspielpause gesetzt hat.

Bochums Ballbesitzspiel unterbinden

„Was da in Ballbesitz passiert, wie variabel sie agieren und wie gut sie die eigenen Angriffe ausspielen, das war toll anzusehen“, lobte Meyer das Spiel des kommenden Gegners und auch Ex-Bochumer Malcom Cacutalua erkennt die klaren Stärken seines ehemaligen Arbeitgebers: „Wir müssen auf jeden Fall selbstbewusst auftreten. Der VfL ist sehr gut, wenn er den Ball hat. Wir dürfen ihnen nicht für 90 Minuten den Ball überlassen. Das anspruchsvolle Publikum sieht es nicht gern, wenn die Gastmannschaft den Ball hat. Mit unserem eigenen Ballbesitz müssen wir sehr sorgfältig umgehen“, erklärte der Innenverteidiger. Für Samstag stehen mit Torhüter Martin Männel und Innenverteidiger Fabian Kahlig wichtige Defensivstützen wieder zur Verfügung. Auch Routinier Christian Tiffert könnte sein Comeback geben. Es ist also nicht unwahrscheinlich, dass Coach Meyer wieder auf eine Dreierkette in der Innenverteidigung setzen wird.

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