Bayer 04 Leverkusen

Bobic widerspricht der Kritik von Hoeneß und Kovac an Bellarabi-Foul

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Uli Hoeneß und Niko Kovac übten schärfste Kritik an Leverkusener Karim Bellarabi nach dessen Einsteigen gegen Rafinha. Eintrachts Sportvorstand Fredi Bobic findet die gewählten Worte deutlich zu hart.

Präsident Uli Hoeneß von Fußball-Rekordmeister Bayern München hat nach dem folgenschweren Foul von Karim Bellarabi an Rafinha heftige Kritik am Ex-Nationalspieler geübt. „Das Foul von Bellarabi war geisteskrank“, wetterte Hoeneß nach dem 3:1 (2:1) der Bayern gegen Bayer. Für Fredi Bobic sind die Worte von Hoeneß nicht gerechtfertigt. „Das gehört sich nicht, weil Bellarabi kein Spieler ist, der so hart spielt“, stellte er bei sky klar.

Kritik an Hoeneß

„Das war vorsätzliche Körperverletzung. Sowas gehört drei Monate gesperrt – und zwar für Dummheit, nicht für das Foul. Sowas macht man nicht an der Mittellinie, wo es um nichts geht“, so Hoeneß weiter. „Er wollte den Spieler nicht verletzen und ihm jetzt vorzuwerfen, dass er drei Monate eingesperrt werden soll, das gehört sich einfach nicht. Fußball ist ein zweikampfbetontes Spiel. Das tut mir auch leid für die Jungs, aber dass Verletzungen passieren, ist leider normal“, erklärte Bobic. Rafinha erlitt bei der Aktion, für die Bellarabi die Rote Karte sah (80.), einen Teilriss des Innenbandes am linken Sprunggelenk.

Bobic widerspricht Kovac

Auch Trainer Niko Kovac war aufgebracht. „Das ist nicht nur Rot, das ist Doppel-Rot! So langsam reicht es mir. Wir haben den dritten Bundesliga-Spieltag, und ich habe das Gefühl, dass wir Freiwild sind“, sagte er. „Er war selber ein Spieler, der körperbetont gespielt hat und auch bei uns immer gepredigt hat, sehr körperbetont zu spielen“, merkte Bobic an, „In der Champions League geht es auch richtig zur Sache. Man sagt nicht, dass man sich gegenseitig kaputt treten muss. Bei den Verletzungen jetzt, zum Beispiel von Tolisso, da war jede Menge Pech dabei.“

Bellarabei zeugt Reue – Kampl verteidigt ihn

Bellarabi zeigte Reue. „Ich möchte mich natürlich bei Rafinha und meiner Mannschaft Bayer Leverkusen für das unnötige Foul entschuldigen, es war keine Absicht von mir! Gute Besserung“, schrieb er bei Instagram. Sein ehemaliger Teamkollege Kevin Kampl nimmt Bellarabi hingegen in Schutz: „Ich glaube nicht an Absicht. Karim ist kein schlechter Mensch und kein Treter“, sagte der Offensivspieler von RB Leipzig bei Sport1: „Rot ist berechtigt, so ein Foul gehört sich auch nicht, aber man sollte nun nicht auf ihm als Menschen rumhacken.“

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