Bundesliga

Bobic über Rassismus: „Notfalls ein Spiel einfach mal stoppen“

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Eintracht Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic hat sich im Kampf gegen Rassismus in Fußball-Stadien für klare Maßnahmen ausgesprochen.

„Notfalls, wenn so etwas passiert, muss man ein Spiel einfach mal stoppen oder beenden. Dann ist es das richtige Zeichen“, sagte Bobic am Montag am Rande der Vergabe des Laureus Awards in Berlin: „Ich bin mir sicher, dass solche Vorfälle auch helfen werden, dass es irgendwann in die Köpfe reingeht. Du wirst aber nicht in jeden einzelnen reinschauen können.“

Wenn es Einzelfälle gebe, müsse man diese ausfindig machen sie „raustun aus den Stadien“, so Bobic. Als Positivbeispiel nannte er das couragierte Eingreifen von Fans im Drittligaspiel in Münster.

Im Duell zwischen Preußen und den Würzburger Kickers hatten mehrere Preußen-Anhänger auf den Täter gezeigt und den Ordnungskräften damit bei der Identifizierung geholfen. Der Mann wurde gestellt und festgenommen. Zudem hallten in den Schlussminuten der torlosen Partie „Nazis raus“-Rufe durch das Stadion.

Kein Rassismus-Problem herrscht für Bobic in den Mannschaften, die „gemeinschaftlich sehr gut miteinander leben. Sie verfolgen alle den gleichen Traum, das ist einfach schön. Es ist egal, welche Hautfarbe oder welchen Glauben sie haben“, sagte Bobic.

Die niederländische Fußball-Legende Ruud Gullit forderte mit Blick auf den jüngsten Rassismus-Skandal in Portugal lebenslange Stadionverbote für die Täter: „Findet heraus, wer sie sind und sorgt dafür, dass nie wieder ins Stadion kommen.“

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