Bundesliga

Bobic: Haller-Wechsel „war nie der Plan“

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Eintracht Frankfurt hat am Mittwoch den Transfer des zweiten Top-Stürmers binnen weniger Wochen bekannt gegeben. Sebastien Haller schließt sich West Ham United in der Premier League an. Die Hessen kassieren kolportierte 50 Millionen Euro für den Franzosen. Fredi Bobic sieht den Wechsel mit gemischten Gefühlen.

„Es war nie der Plan, das wir ihn verkaufen“, so der Sportvorstand gegenüber dem TV-Sender Sky Sport News HD. „Es ist schade, aber es ist so in dem Geschäft. Wir sind da auch Realisten.“ Letztlich sei der Wechselwunsch des Spielers nicht aufzuhalten. Sowohl Haller als auch die Eintracht erhielten attraktive Angebote vom Londoner Klub, der mit aller Macht in die Phalanx der ‚Big Six‘ der englischen Liga einbrechen will. „So sind die Marktgesetze im Fußball leider, das muss man dann auch anerkennen“, so Bobic.

„Bittere Pille schlucken“

„Dann hieß es, die bittere Pille am Ende des Tages zu schlucken und natürlich das beste für Eintracht Frankfurt raus zu holen“, sagt der Ex-Nationalspieler. So bitter die Pille gewesen sein mag, sieht der 47-Jährige doch auch ihre positiven Effekte. Gepaart mit dem Verkauf von Luka Jovic an Real Madrid haben die Hessen gewaltige Einnahmen aus Transfers getätigt. „Uns gibt es auch für die Zukunft eine gewisse Stabilität, einen Handlungsspielraum. Den haben wir hier vor drei Jahren ganz anders vorgefunden“, erinnert Bobic an seine Anfangszeit beim damaligen Abstiegskandidaten.

Eintracht muss mit Preisaufschlägen leben

Für den Klub sei es letztlich auch ein großer Imagegewinn, Spieler an Real Madrid oder in die Premier League zu verkaufen. „Es gibt uns auch die Chance, auf dem Transfermarkt anders aufzutreten und anders wahrgenommen zu werden“, so Bobic. Allerdings muss der DFB-Pokalsieger von 2018 mit satten Preisaufschlägen leben. Diesen Umstand bezeichnet der im heutigen Slowenien geborene einstige Torjäger als „schlechten Nebeneffekt“. Schon ohne Wucherpreise wäre die Aufgabe, einen Ersatz für Haller zu finden, äußerst schwierig. Schließlich betracht Bobic den Stoßstürmer als „Leistungsträger und Publikumsliebling und wichtigen Mannschaftsspieler“. Der 25-Jährige hatte in 77 Pflichtspielen für Eintracht Frankfurt 33 Treffer und 19 Vorlagen gesammelt.

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