Bundesliga

Bobic findet Videobeweis „nur noch ärgerlich“

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Eintracht Frankfurt ist eine von zahlreichen Mannschaften, für die es am Samstag um den Einzug in den internationalen Wettbewerb und somit sehr viel Geld geht. Die Entscheidung über Wohl und Wehe könnte dabei vom Videobeweis nachhaltig beeinflusst werden. Fredi Bobic bezieht Stellung zum technischen Hilfsmittel.

„Ich bin ein großer Befürworter des Videobeweises gewesen“, so der Sportvorstand gegenüber dem kicker (Donnerstagsausgabe). „Aber die Art und Weise, wie er angewendet wird, ist nur noch ärgerlich.“ Dabei geht es dem einstigen Nationalspieler in erster Linie um das leidige Thema Handspiel, das in den vergangenen Wochen immer mehr die Schlagzeilen und Diskussionsrunden dominierte. „Was bei Handspielen entschieden wird, ist willkürlich und abenteuerlich. Als Ex-Profi schlage ich die Hände über dem Kopf zusammen.“

Bobic nimmt Schiedsrichter in Schutz

Bobic plädiert deshalb für eine möglichst einfache Regel. Der Fußball müsse zurückkehren zu einer nachvollziehbaren Sprache. „So wie früher: Hand ist Hand, wenn eine klare Absicht vorliegt, dass die Hand zum Ball geht.“ Allerdings befürchtet er, ganz im Gegenteil, dass „es noch chaotischer wird“. Gerade für Fans sei womöglich schon bald das Maß voll. Ihren Frust lassen sie häufig am Schiedsrichter vor Ort aus. Sie nimmt Bobic aber klar in Schutz. Die Unparteiischen „leiden am meisten“, in der Bundesliga gebe es gute Schiedsrichter.

„Wo kommen wir denn da hin“

„Dieses Durcheinander wird international vom IFAB vorgegeben, die Richtlinien verändern sich ständig“, so der 47-Jährige. „Erst sprechen wir von der Vergrößerung der Körperfläche, jetzt kommt noch die Uhrzeit dazu, dann reden wir wie Kampfbomber: Auf 11 Uhr ist die Hand. Wo kommen wir denn da hin?,“ lautet seine rhetorische Frage. Grundsätzlich müsse sich der Fußball von der Idee verabschieden, der Sport könne insgesamt „komplett gerecht“ werden.

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