Bundesliga

Bobic adelt Jovic

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Die Frankfurter Eintracht ist aktuell die Mannschaft der Stunde in der Bundesliga. Gegen den FC Schalke 04 (3:0) blieben die Hessen lange geduldig und schlugen im entscheidenden Moment zu. Im Mittelpunkt: Luka Jovic. Sportvorstand Fredi Bobic adelte den Serben.

Wenn der Ball in den Strafraum kommt, dann ist Luka Jovic nicht weit von der gefährlichen Situation entfernt. Der FC Schalke 04 musste dies zum Abschluss des elften Spieltages leidvoll erfahren: Ante Rebic spielte ihn bei einem Konter frei und Jovic ließ sich die Chance nicht nehmen, tanzte Benjamin Stambouli aus und vollendete eiskalt und unhaltbar für Ralf Fährmann ins lange Eck mit einem präzisen Linksschuss.

Jovic zweimal erfolgreich

Zwölf Minuten später brach sein Landsmann Filip Kostic auf links durch, schaute hoch und fand erneut Jovic, der trocken aus rund elf Metern einschoss. Er war die herausragende Figur im „Trio Infernale“ der Hessen, die den Gegner aus dem Ruhrpott in der zweiten Halbzeit auseinandernahmen. In einer lange Zeit ausgeglichenen und sehr intensiven Partie, die zuvor von fussball.news als Härtetest tituliert wurde, zeigten die Frankfurter trotz kürzerer Pause bis zum Ende eine hochkonzentrierte und wuchtige Leistung.

Bobic bescheinigt „sensationelle Entwicklung“…

Jovic geht mit neun Treffern als Spitzenreiter der Torschützenliste in die dritte Länderspielepause der Saison. „Seine Entwicklung ist absolut sensationell. Er war bei Benfica irgendwo in der Versenkung verschwunden, war in der zweiten Mannschaft – gefühlt schon in der dritten. Aber wir haben uns an seine Jugendzeit in Belgrad erinnert, wo er überragend war“, blickte Sportvorstand Fredi Bobic bei Sky zurück.

… und Weltklassepotenzial

Doch mit zwei Treffern war die Arbeit von Jovic noch nicht verrichtet: Der 20-Jährige hatte seinen Fuß auch noch vor dem dritten Treffer durch Sebastien Haller im Spiel, kommt somit auf vier Assists. Seine Quote der Vorsaison, als er acht Bundesliga-Tore erzielte, hat er bereits übertroffen. Doch wie viel mehr ist noch möglich?

Hütter lobt seine „Granate“

„Er ist ein unfassbarer Bock-Spieler“, beschrieb ihn Bobic. Der Sportvorstand präzisierte: „Wenn er jetzt noch begreift, dass er manchmal ein paar Meter mehr machen muss, dann geht er Richtung Weltklasse.“ Trainer Adi Hütter fand ebenfalls lobende Worte für seinen Stürmer: „Er hat mal wieder gezeigt, dass er vor dem Tor eine Granate ist.“ Das Ende der Entwicklung – es ist nicht absehbar. Die Eintracht hat eine Kaufoption, die sie – so wird spekuliert – bis Ende April ziehen kann. Der Preis soll bei acht Millionen Euro liegen und kann als „Schnäppchen“ bezeichnet werden.

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