Bundesliga

Boateng wehrt sich: „Es gibt keine Wachablösung in Deutschland“

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Der FC Bayern München hinkt in der Bundesliga den Ansprüchen hinterher und liegt als Tabellenfünfter aktuell sieben Punkte hinter Borussia Dortmund. Jerome Boateng wehrt sich allerdings dagegen, den BVB schon als weit enteilt zu betrachten.

„Für eine Wachablösung müsste der BVB erst einmal sechs, sieben Jahre hintereinander mit großem Abstand die Meisterschaft gewinnen. Oder Spiele 4:1, 5:1 gegen uns gewinnen. Das haben sie nicht gemacht“, sagte Jerome Boateng gegenüber Sport Bild. Er stellte deshalb klar: „Deswegen gibt es keine
Wachablösung in Deutschland.“

Dortmund „zu Recht vorne“

Der 30-Jährige musste dennoch mit ansehen, wie Borussia Dortmund vor der Länderspielpause im Spitzenspiel zwei Rückstände aufholte und noch mit 3:2 siegte. „Es ist eine Phase, in der Dortmund zu Recht vorne ist. Das haben wir uns selbst eingebrockt, da wir unter anderem unsere Heimspiele nicht gewonnen haben“, gab Boateng zu.

Boateng will noch nicht aufgeben

Aufgeben will er deshalb noch lange nicht und äußerte kämpferisch: „Aber das Blatt kann sich auch schnell wieder wenden.“ Aktuell läuft es beim FC Bayern allerdings auf vielen Ebenen nicht rund: Trainer Niko Kovac steht öffentlich in der Kritik, mit Kingsley Coman, James Rodriguez, Thiago und Corentin Tolisso fehlen als Leistungsträger eingeplante Spieler wegen Verletzung und auch psychisch wirkt das Gesamtbild derzeit nicht in Bestform. „Die Einstellung war vielleicht nicht immer so, wie man es von Bayern gewohnt ist“, blickte der Abwehrmann selbstkritisch auf die vergangenen Wochen zurück.

Zu viel Hype um die Borussia?

Boateng erkennt aber einen Grund dafür, dass die Borussia aktuell so „gehypt“ wird: „Viele wünschen sich in meinen Augen, dass sie Meister werden.“ Er nahm hierbei auch die Medien ins Visier: „So wird auch teilweise berichtet und versucht, bei uns Unruhe zu schüren. Aber das sind wir seit Jahren gewohnt. Es ist eine Situation, aus der wir uns nur selbst herausziehen können – da wird uns niemand anders helfen.“

Klasse ist vorhanden, aber…

Von der Klasse der Mannschaft ist er weiterhin überzeugt: „Ja, wir haben mehr Qualität und mehr Erfahrung.“ Er mahnte aber: „Das heißt aber nicht, dass wir deswegen Meister werden.“ Boateng nahm deshalb die Mannschaft in die Pflicht: „Die Qualität muss auf dem Platz funktionieren. Das war
in den vergangenen Wochen nicht so der Fall, wie wir das wollten.“

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