Bundesliga

Bittencourt: „Einfach Brust raus“ gegen „das Gefühl, auf der Stelle zu treten“

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Werder Bremen hat am vergangenen Spieltag gegen den SC Freiburg einen Heimsieg in der dritten Minute der Nachspielzeit aus der Hand gegeben. Das 2:2 gegen die Breisgauer war bereits das fünfte Remis in Serie für die Hanseaten. Die Aufarbeitung hat etwas mehr Arbeit in Anspruch genommen, gibt Leonardo Bittencourt zu.

„Wir haben intern intensiv darüber gesprochen“, so der Mittelfeldmann gegenüber der Bild-Zeitung. „Nach fünf Unentschieden hat man eben schon das Gefühl, ein bisschen auf der Stelle zu treten.“ Den positiven Dreh, dass die Mannschaft immerhin gegen starke Gegner wie Borussia Dortmund, Eintracht Frankfurt oder nun die Freiburger Höhenflieger nicht verloren hat, sucht in Bremen kaum noch jemand. “ Aber wir dürfen uns jetzt auch nicht verrückt machen“, sagt Bittencourt. „Wir müssen positiv bleiben, einfach Brust raus.“

„Wir wissen, dass es so nicht weitergehen kann“

Unter der Woche wurde der Ton bei den Grün-Weißen etwas schärfer. Trainer Florian Kohfeldt und Sportchef Frank Baumann redeten der Mannschaft ins Gewissen. Und liefen dabei wohl offene Türen ein. „Wir Spieler sind selbstkritisch genug und wissen auch, dass es so nicht weitergehen kann“, so der Neuzugang. „Das hat man auch an der Stimmung in der Kabine gemerkt.“ Als Tabellenzwölfter bleibt Werder recht deutlich hinter den Erwartungen und Hoffnungen zu Saisonbeginn zurück. Der europäische Wettbewerb sei in der Mannschaft aktuell kein Thema, so Bittencourt.

Vorfreude auf Gladbach

„Wir müssen erst mal wieder Spiele gewinnen. Aber warum sollte ich jetzt sagen, dass wir nicht mehr an Europa glauben?“, gibt sich die Leihgabe von der TSG Hoffenheim kämpferisch. Es gehe nun darum, in den restlichen Spielen der Hinrunde eine gute Ausgangslage für eine Aufholjagd im Kalenderjahr 2020 zu erspielen. An der Motivation werde Werder Bremen jedenfalls auf keinen Fall scheitern. Auch nicht am Sonntag bei Borussia Mönchengladbach. „Das sind die Spiele, denen jeder Fußballer entgegenfiebert. Sich mit einem Gegner zu messen, der gerade auf einem Top-Level ist“, sprudelt aus Bittencourt die Vorfreude.

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