Bundesliga

Bittencourt braucht „gewisses Leben im Verein“: Deshalb will er in Bremen „Wurzeln schlagen“

on

Leonardo Bittencourt wird fünf Tage vor Heiligabend 26 Jahre alt. Der gebürtige Leipziger hat in seiner jungen Karriere aber bereits mehr Vereine gesehen als so mancher Routinier. Bei seiner sechsten Profistation möchte der Mittelfeldmann von Werder Bremen eine längere Verweildauer erzielen.

„Es ist mein Ziel, hier Wurzeln zu schlagen“, sagt der frühere Juniorennationalspieler gegenüber Sport Bild ganz klar. Die Chancen stehen nicht schlecht, schließlich besteht eine Kaufpflicht der Hanseaten, wenn sie nicht sensationell den Gang in die 2. Bundesliga antreten müssen. Der Wechsel an die Weser erfolgte Anfang September mit einem Jahr Verzögerung, schließlich war Bremen bereits 2018 stark an Bittencourt interessiert. Seinerzeit entschied er sich für die Champions League mit der TSG Hoffenheim. Ein Schritt, den er nicht zwingend bereut.

In Hoffenheim „vom Fußball her alles super“

„Vom Fußball her war alles super, ich habe dort sehr gerne gespielt“, betont der Sohn des ehemaligen Profis Franklin Bittencourt. „Aber ich habe auch gemerkt, dass es für mich persönlich besser passt, wenn ein gewisses Leben im Verein herrscht.“ Vor allem habe ihm bei den Kraichgauern die Atmosphäre an Spieltagen gefehlt. Von bisherigen Stationen bei Borussia Dortmund und dem 1.FC Köln war der 25-Jährige in dieser Hinsicht Einiges gewöhnt. Die TSG ist hingegen nicht eben für eine inbrünstige Fanszene bekannt.

„Dafür bin ich Fußballer geworden“

„Wenn die Leute abgehen, schüchtert das den Gegner ein, das kann Spiele entscheiden“, so Bittencourt. Bei Werder Bremen ist alleine schon ob der großen Historie des Klubs eine andere Atmosphäre für ihn spürbar. Zwar seien in Hoffenheim die Trainingsbedingungen herausragend gewesen, jedoch fehlt es dem Emporkömmling vergleichsweise an der Geschichte auf höchstem Niveau. „Wenn man hier ankommt, sieht man Pokale und Bilder, auf denen Trophäen hochgehalten werden“, berichtet Bittencourt aus Bremen. „Dafür bin ich Fußballer geworden, um das miterleben zu dürfen!“ Aktuell liegen die Grün-Weißen und Hoffenheim in der Tabelle auf den Rängen elf und zwölf. Bei je acht Punkten trennt nur ein Treffer im Torverhältnis Bittencourts neuen von seinem alten Klub.

About Lars Pollmann

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.