Bundesliga

Bis zu 6 Spieler fallen aus: Das sind Hütters Alternativen

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Aus Frankfurt berichtet fussball.news-Reporter Christopher Michel

Die Frankfurter Eintracht hat sich bereits sicher für das Sechzehntelfinale in der Europa League qualifiziert und will gegen Olympique Marseille den Grundstein für das Weiterkommen als Spitzenreiter legen. Welche Umstellungen kann Trainer Adi Hütter für die Aufgabe im Heimspiel am Donnerstag überhaupt vornehmen?

Im September mussten die Vereine ihre Kader für die Europa League bekannt geben und 25 Spieler nominieren. Bei Eintracht Frankfurt hat sich seitdem einiges getan, Trainer Adi Hütter sind Alternativen Stück für Stück weggebrochen. Eine groß angelegte Rotation gegen Olympique Marseille wird kaum möglich sein. So ist die Situation…

… im Tor

Kevin Trapp hat in den vergangenen Wochen zu seiner Topform gefunden und strahlt inzwischen viel Ruhe und das nötige Selbstvertrauen auf die Vorderleute aus. Zwar sind die Ersatztorhüter Jan Zimmermann und Frederik Rönnow fit, dennoch wird Hütter höchstwahrscheilnich keine Experimente eingehen und voll auf Trapp setzen.

… in der Abwehr

Für den an der Wade verletzten Kapitän David Abraham (eine konkrete Diagnose steht noch aus) könnten Marco Russ oder Simon Falette einspringen – oder gar beide? Hütter hätte die Option, Makoto Hasebe eine Pause zu gönnen und Russ als letzten Mann zu stellen, Falette und Evan N’Dicka würden dann das Innenverteidigerpärchen stellen. Was dagegen spricht: Die Franzosen sind Linksfüßer, zudem ist Hasebe fit und in Topform unterwegs. Realistisch betrachtet gibt es also eine Änderung: Russ rückt für Abraham in die Startelf.

… auf den Außenverteidigerpositionen

Filip Kostic erhält wohl – wie schon im Rückspiel gegen Apollon Limassol (3:2) – eine Verschnaufpause. Für ihn steht Jetro Willems als erste Option bereit. Um Danny Da Costa die Möglichkeit zu geben, den Tank aufzufüllen, könnte Willems auch dessen Position übernehmen und Taleb Tawatha anstelle von Kostic agieren. Allerdings wird Hütter sein Defensivkonstrukt nicht ins Wanken bringen wollen, somit ist auch hier eine Veränderung möglich. Die Eigengewächse Deji Beyreuther und Noel Knothe (Innenverteidigung) spielen in den Überlegungen allerdings keine Rolle, intern wird nach fussball.news-Informationen gar bezweifelt, ob sie in ihrer aktuellen Verfassung in dieser Spielzeit bei der U19 eine tragende Rolle einnehmen könnten.

… im Mittelfeld

Das Mittelfeld stellt sich beinahe von alleine auf. Marc Stendera fehlt Gelb-Rot-gesperrt, Lucas Torro fällt nach einer Adduktoren-Operation mehrere Monate aus und Francisco Geraldes ist nach mehrwöchiger Verletzungpause noch nicht so weit, verpasste am Montag auch die erste Trainingseinheit der Woche. Mijat Gacinovic strebt in die erste Mannschaft zurück, er könnte Ante Rebic (offensives Mittelfeld), Jonathan de Guzman (zentrales Mittelfeld) oder Gelson Fernandes (defensives Mittelfeld) ersetzen. Nicolai Müller ist ebenfalls fit: Da es im aktuellen Kader keine klassischen Flügelspieler gibt und er für die Position von Da Costa nicht infrage kommt, könnte auch er die Position von Rebic einnehmen und als eine Art hängende Spitze agieren. Sowohl Gacinovic, als auch Müller, haben große Chancen auf einen Einsatz von Beginn an.

… im Sturm

Die „Büffelherde“ könnte gegen Marseille zur Schonung getrennt werden. Rotationsspieler Nummer eins ist Rebic, der in der vergangenen Bundesligapause beide Länderspiele für Kroatien bestritten hat. Luka Jovic war zwar für Serbien nominiert, aber nur wenige Minuten im Einsatz und Sebastien Haller blieb in Frankfurt. Eine weitere Option: Müller ersetzt einen der Angreifer und agiert in vorderster Spitze. Gegen den SC Freiburg (2:0) funktionierte das Zusammenspiel mit Haller am ersten Spieltag sehr ordentlich, der Franzose legte ihm den ersten Saisontreffer der Eintracht auf. Goncalo Paciencia kehrte am Montag ins Lauftraining zurück, er ist erst im neuen Jahr wieder eine Option.

Mögliche Aufstellung:

Von 25 Akteuren, mit denen die Eintracht ins Abenteuer Europa League startete, sind gegen Marseille sechs Spieler verletzt oder gesperrt. Carlos Salcedo wurde im Sommer nicht nominiert, nachdem sich der Mexikaner am zweiten Spieltag gegen Werder Bremen (1:2) schwerer verletzte. Timothy Chandler fand aus demselben Grund nicht den Weg auf den Anmeldebogen. Neben dem Defensivduo stellten Allan Souza, Marco Fabian, Branimir Hrgota und Felix Wiedwald bei den Überlegungen keine Option dar.

Trapp – Hasebe – N’Dicka, Russ – Da Costa, Gelson Fernandes, Jetro Willems – de Guzman, Gacinovic – Müller, Haller.

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