2. Bundesliga

„Big-Point-Spiel“ zwischen Bochum und den Lilien

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Der VfL Bochum empfängt am Montag (20.30 Uhr) zum Abschluss des Spieltages den SV Darmstadt 98. Es ist ein tabellarisches Nachbarschaftsduell zwischen Rang elf und zwölf. Nur das Torverhältnis trennt die beiden Mannschaften, der Sieger der Partie kann sich nach oben orientieren. Die Vorschau von fussball.news.

Der VfL Bochum hätte ohne Nachspielzeit wohl schon einige Punkte mehr auf dem Konto. Zuletzt setzte es gegen Jahn Regensburg (3:3) und Greuther Fürth (2:2) ganz späte Nackenschläge. „Es fehlt uns die Konstanz über 90 Minuten“, stellte Geschäftsführer Sport Sebastian Schindzielorz im kicker fest. Er forderte: „Wir sollten mal die gute erste Halbzeit von Fürth über einen längeren Zeitraum anbieten.“

Dutt erhöht den Druck

Trainer Robin Dutt will der Debatte über die „Last-Minute-Gegentore“ keinen großen Raum lassen und sagte: „Ich kann die Mannschaft auch nicht explizit auf mögliche Geschehnisse in der 92. Minute vorbereiten. Nicht der Zeitpunkt hat die Gegentore fabriziert.“ Die Bochumer, die vom Potenzial her um die Topplätze mitspielen könnten, verspüren erstmals einen gewissen Druck. „Das ist aber gar nicht so schlecht, denn unter Druck hat meine Mannschaft bisher nicht so schlecht gespielt“, so Dutt. Er stellte klar: „Ich möchte das jetzt nicht zu sehr dramatisieren, aber es ist ein Spiel, in dem wir uns mit einem Sieg eine gefestigte Position erarbeiten können, aber bei einer Niederlage im breiten Mittelfeld der Liga hängen.“

Darmstadt kommt Ziel näher

So ergeht es auch dem SV Darmstadt 98, der nach zwischenzeitlich sechs Ligapartien ohne Dreier zuletzt zwei Siege folgen ließ. Die Mannschaft von Trainer Dirk Schuster kommt dem Ziel, sich von den hintersten Rängen fernzuhalten und eine sorgenfreie Saison zu erleben so immer näher. Bei einem Erfolg hätten die Lilien die 20 Punkte auf dem Konto und damit die Hälfte der angestrebten 40-Punkte-Marke erreicht.

Schuster nimmt Offensive in die Pflicht

Schuster nahm vor allem die Offensive in die Pflicht: „Beim 3:1 gegen Magdeburg haben wir in der ersten Hälfte schlampig gespielt. Wir müssen selbst nach vorne agieren und genauer kombinieren.“ Oft versanden gute Angriffe im Nichts, zu selten kann dadurch die Schnelligkeit von Marcel Heller auf dem rechten Flügel eingesetzt werden. Der Trainer würde sich noch mehr Cleverness und mentale Stärke wünschen: „Da können wir psychisch besser werden.“ Diese müsse sich sein Team „Woche für Woche erarbeiten.“ Die Partie in Bochum ist dafür ein echter Härtetest.

Lee-Abstellung sorgt für Ärger

Verzichten muss Schuster neben den Langzeitverletzten Felix Platte (Reha nach Fuß-Operation) und Rouwen Sattelmaier (Kreuzbandriss) auf den Gelb-Rot-gesperrten Fabian Holland. Bei Bochum kommt neben einem verletzten Quartett auch noch die frühzeitige Abstellung von Chung-Yong Lee hinzu. Er musste bereits am Montag zur Nationalmannschaft Südkoreas abreisen, die sich an die offiziellen Statuten hielten. „Wie wichtig Lee für uns ist, hat man in den vergangenen Wochen gesehen. Es tut weh, dass er nicht zur Verfügung steht“, gab Dutt zu.

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