3. Liga

Bierofka kritisiert mangelnde Geduld: „Geht nicht von heute auf morgen“

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1860 München mag kein gewöhnlicher Aufsteiger in die 3. Liga sein, dennoch ist Platz zehn nach 15 Spieltagen keine sonderlich besorgniserregende Bilanz. Daniel Bierofka ärgert sich deshalb über Kritik an seiner Mannschaft. Nach dem Testspiel-Sieg gegen den FC Ingolstadt am Freitag setzte er zur Brandrede an.

„Die Leute haben einfach keine Geduld und das ist schlecht“, zitiert die Münchner Abendzeitung den Cheftrainer der Löwen. „Es geht einfach nicht alles von heute auf morgen.“ Von den vergangenen zehn Spielen habe seine Mannschaft schließlich nur zwei verloren. Allerdings gelangen auch nur zwei Siege. „Wir sind ein Aufsteiger, das darf man nicht vergessen“, so Bierofka. Gleichwohl ist die Erwartungshaltung gegenüber den Giesingern hoch. „Wenn Haching sieben Mal Unentschieden spielt, heißt es: Haching hat sieben Mal nicht verloren. Wenn wir unentschieden spielen, sind wir die größten Idioten.“

„Dann packe ich meine Sachen“

Für den Ex-Profi steht die kontinuierliche Entwicklung seines Teams weiter im Mittelpunkt. „Ich weiß genau was ich machen muss, um diesen Weg zu gehen – so lange es möglich ist und der Verein sagt: Okay, ich bin der richtige Trainer. Wenn es heißt, ein anderer ist besser, dann packe ich meine Sachen.“ Überzogene Erwartungen stören Bierofka vor allem deshalb, weil er eigentlich gehofft hatte, das Vereinsumfeld habe aus den vergangenen Jahren gelernt. „Ich habe mich nicht beworben“, erinnert der ehemalige Publikumsliebling, sondern den Klub „in einer Harakiri-Situation übernommen“. Der 39-Jährige ist seit Juli 2017 Cheftrainer der Sechzger. Zuvor hatte er das Team bereits zweimal als Interimslösung übernommen.

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