2. Bundesliga

Bielefeld und Duisburg treffen im Keller-Kracher aufeinander

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Zwar steht der MSV Duisburg aktuell noch hinter Arminia Bielefeld, doch mit einem Sieg am Freitagabend (18.30 Uhr) gegen die Westfalen würden die „Zebras“ in der Tabelle gleichziehen. Grund dafür sind der steil nach oben zeigende Formpfeil Duisburgs und die Bielefelder Horror-Bilanz der letzten Wochen.

Bereits vor drei Wochen trafen Arminia Bielefeld und der MSV Duisburg aufeinander, damals im Rahmen des DFB-Pokals. Sehr deutlich mit 0:3 verloren die Bielefelder die Pokal-Partie und sehnen sich nun nach Wiedergutmachung, erneut mit Heimrecht.

Sieg oder Trainerdiskussion in Bielefeld

Nicht nur im DFB-Pokal lief es nicht wie gewünscht für Bielefeld, auch in der Liga begleitet sie seit einigen Wochen eine besorgniserregende Bilanz. Fünf der sechs letzten Spiele gingen verloren, zuletzt holte man nur einen Zähler gegen Tabellenschlusslicht FC Ingolstadt. So trennen nur noch drei Punkte die Arminia von den Abstiegsrängen, sodass gegen den MSV nur ein Sieg zählt. „Wenn wir verlieren, gibt‘s wieder die Trainer-Diskussion“, weiß auch Bielefeld-Coach Jeff Saibene. „Wir wissen alle, dass die Situation nicht gut ist. Jetzt heißt es, am Freitag von der ersten Sekunde an Gas zu geben und einen positiven Trend einzuleiten“, forderte Abwehrchef Julian Börner in der Neuen Westfälischen von seiner Mannschaft.

Rückkehrer Ortega soll Abwehr stabilisieren

„Wir haben noch fünf Spiele bis zur Winterpause, da sind drei Heimspiele und das Derby in Paderborn dabei. Diese fünf Spiele wollen wir positiv gestalten“, so Börner. Damit am Freitag der Bock umgestoßen werden kann, braucht es eine stabilere Abwehr als in den vergangenen Wochen. Bielefeld spielte bislang nur einmal zu null und das Mitte September, elf Gegentreffer kassierten die Westfalen in den letzten sechs Partien. Die Rückkehr von Stammtorhüter Stefan Ortega und eine eventuelle Umstellung auf ein 3-4-3 macht Mut auf eine weitaus sicherere Abwehr.

Die „Lieberknecht-Tabelle“

Obwohl Duisburg noch drei Punkte hinter der kriselnden Arminia steht, sieht die Welt beim MSV deutlich positiver aus. Grund dafür ist der Aufwärtstrend unter Neu-Coach Torsten Lieberknecht. Unter dem ehemaligen Braunschweiger Trainer konnten neben nur einer Niederlage zwei Unentschieden und zwei Siege geholt werden, das macht Platz fünf in der „Lieberknecht-Tabelle“. „Torsten Lieberknecht will, dass wir allgemein flexibler sind. Auch vom System her. Daran feilt er gerade mit uns in der täglichen Trainingsarbeit“, erklärte MSV-Mittelfeldspieler Moritz Stoppelkamp die Arbeit von seinem neuen Trainer bei IKZ-online.de.

Lieberknecht erwartet eine Taktikschlacht

Sowohl Bielefelds Jeff Saibene als auch Torsten Lieberknecht gelten als taktisch versierte Trainer. „Wir haben das Testspiel gegen Osnabrück genutzt, um uns auf die Auswärtspartie vorzubereiten. Es wird eine Taktikschlacht und wir werden alles versuchen, um die drei Punkte zu holen“, prognostizierte Lieberknecht daher. In besagtem Testspiel probierte Duisburg ein System mit Dreierkette aus, es ist also nicht unwahrscheinlich, dass am Freitag ein Systemwechsel vollzogen wird. Zur Verfügung steht Rechtsverteidiger Lukas Fröde wieder, er kehrt von einer Gelbsperre zurück. Dafür jedoch nicht dabei sind hingegen Stammkeeper Daniel Davari (Gehirnerschütterung) und Innenverteidiger Thomas Blomeyer (Kapselverletzung im Knie).

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