Bundesliga

Bicakcic: „Ich bin gerne der Mentalitäts-Domino-Stein“

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Die TSG Hoffenheim hat am Samstag nach furioser Aufholjagd einen nicht für möglich gehaltenen Punkt bei Borussia Dortmund entführt. Dank drei später Tore machten die Kraichgauer die Führung des Tabellenersten wett. Ermin Bicakcic weiß, wie diese Leistung gelang.

Für den Innenverteidiger lag es an der Einstellung und Opferbereitschaft des Teams von Trainer Julian Nagelsmann. „Wenn du siehst: Der eine rackert sich ab, fetzt sich in den Zweikampf, dann zieht es dich automatisch mit“, so der Bosnier gegenüber der Bild-Zeitung. Für ihn ähnelt dieser Effekt dem Umfallen von Domino-Steinen. Klar also, dass ein Spieler den ersten Anstoß geben muss. Bicakcic gefällt sich in dieser Anführer-Rolle. „Ich bin gerne der Mentalitäts-Domino-Stein und falle als erstes, wenn es sein muss, und ziehe die anderen mit.“

„Du kannst nicht immer schön spielen“

Der 29-Jährige hatte zu Beginn der Rückrunde seinen Stammplatz verloren. In Dortmund absolvierte er seinen ersten Einsatz im Kalenderjahr 2019. Nagelsmann wollte gegen die starke Offensive des Tabellenführers aber nicht auf den erfahrenen Verteidiger verzichten. Dem Wirbel von Jadon Sancho und Co. hatte Bicakcic freilich zunächst auch wenig entgegenzusetzen. Dennoch steckte er nicht auf. „Du kannst nicht immer schön spielen“, erklärt er. „Du brauchst auch Mentalität, Einsatz und Willen. Das sind die Grundtugenden.“ Mit denen gelang Hoffenheim die unwahrscheinliche Aufholjagd, die einen moralischer Ansporn für den Kampf um die europäischen Plätze darstellen sollte.

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