Bundesliga

Besonnenheit in der Krise: Hayer sieht großen Kredit für Schwarz

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Der 1.FSV Mainz 05 hat sich mit einem 1:6 beim FC Bayern in die Länderspielpause verabschiedet. Die Rheinhessen sind als einziger Bundesligist noch ohne Punkt, schieden zudem im Derby gegen den 1.FC Kaiserslautern aus dem DFB-Pokal aus. An anderen Standorten stünde der Cheftrainer bereits unter einigem Druck. Fabrizio Hayer erklärt, warum es in Mainz anders ist.

„Der Verein hat immer gut damit getan, in der Krise besonnen zu bleiben“, so der ehemalige Profi in einer Kolumne für die Bild-Zeitung. „Sandro Schwarz hat zweimal gezeigt, dass sich das Vertrauen in ihn auch auszahlt.“ In seiner ersten Spielzeit als Chefcoach gelang schließlich dank eines starken Endspurts mit vier Siegen in Serie, darunter gegen RB Leipzig und bei Borussia Dortmund, die Rettung. Auch letzte Saison sei ihm „nach sieben Niederlagen in der Rückrunde ein bemerkenswertes Finish“ gelungen, so Hayer.

Lange Mängelliste

Allerdings sieht der einstige Zweitligaprofi der Nullfünfer eine durchaus beachtliche Mängelliste im Team. „Der Team-Geist fehlt, die Abwehr ist löchrig, im Angriff ist keine Harmonie“, holt Hayer aus. „Die Talente, ob Torwart Müller, Aaron oder Baku, rufen nicht ihr Potenzial ab. Die Neuen sind bislang nur Mitläufer.“ Kurzum: Dass der Saisonstart gründlich in den Sand gesetzt wurde, hat viele Gründe. Hayer vermisst nicht zuletzt eine ordnende Hand auf dem Platz und in der Kabine.

Warnung vor dem „Existenz-Kampf“

Der Weg des 1.FSV Mainz 05 ist heuer freilich, ein Team zu entwickeln. Davon werden sich die handelnden Personen nicht abbringen lassen. Dennoch sei eine grundlegende Analyse des Fehlstarts unabdingbar, meint Hayer. Und hofft, dass Schwarz und Sportchef Rouven Schröder nach der Länderspielpause Ergebnisse vorzeigen können. „Sonst wird diese Saison zum brutalen Existenz-Kampf“, warnt er. Für die Rheinhessen geht es am 14. September gegen Hertha BSC. Beim Spiel zwischen dem Schlusslicht und dem Tabellen-17. von einem Kellerduell zu sprechen, ginge aber am 4. Spieltag sicher noch zu weit.

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