Bundesliga

Berthold: „Hoeneß dürfte überrascht sein, wie massiv ihn die Anhänger angegangen sind“

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Die Jahreshauptversammlung des FC Bayern München am vergangenen Freitag war für Präsident Uli Hoeneß eine der wohl schwierigsten überhaupt. Plötzlich steht er im Mittelpunkt der Kritik der Fans. Thomas Berthold zeigte sich im kicker davon wenig überrascht.

Das Mitglied Johannes Bachmayr hat sich höchstwahrscheinlich einen Platz in den Geschichtsbüchern des FC Bayern München gesichert. Er ließ Uli Hoeneß „schockiert“ zurück, nachdem er in seiner Generalkritik viele Themen ansprach: Den Katar-Sponsorendeal, Kritik an Ex-Spielern und -Trainern, die Sportdirektoren Suche und auch die Installation von Niko Kovac als Coach.

Nicht mehr Hoeneß FC Bayern?

„Ich hoffe, dass es sich wieder ändert, sonst ist es nicht mehr mein FC Bayern.“ Thomas Berthold erkannte: „Auch Uli Hoeneß dürfte überrascht sein, wie massiv ihn die Anhänger des eigenen Klubs jetzt angegangen haben. Die die ihm lange alles verziehen haben und durchgehen ließen, werden offensichtlich weniger.“

Bertholds Suche nach Gründen

Er nannte die digitale Welt als einen gewichtigen Grund: „Sie ruft mit ihren schnellen und vielseitigen Informationsmöglichkeiten vermehrt auf den Plan. Vor allem die junge Generation macht mobil.“ Sie sei „sensibler geworden für Missstände – von denen es beim FC Bayern und seiner Führung mit Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge genügend gibt.“

Bleibt Kahn ein Thema?

Der Weltmeister stellte fest: „Sie tun sich schwer, Verantwortung abzzugeben. Sie sollten über ein Ende ihrer Amtszeit nachdenken.“ Das Thema Oliver Kahn als Mann für die Zukunft sieht Berthold als „Scheingefecht, der Ablenkung von Problemen der jüngsten Vergangenheit.“ Der ehemalige Profi zählte auf: „Wie Riberys Prügelattacke, die völlig unvorstellbar ungestraft blieb, die Pressekonferenz, die komplett daneben war, oder die sportlichen Probleme. Rummenigge bleibt erst mal bis 2021. Ob Kahn dann noch Thema ist, stelle ich infrage.“

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