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Transfer-Verstoß: Chinesischer Verband droht Klubs

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Der chinesische Fußball-Verband CFA hat den Teams der Super League mit Punktabzug gedroht.

Der chinesische Fußball-Verband CFA hat den Teams der Super League mit Punktabzug gedroht. Die Strafe soll angewendet werden, wenn sich Vereine über die seit Mai geltenden Transferregeln hinwegsetzen. Dadurch sollen die Klubs daran gehindert werden, die hundertprozentige Steuer auf alle Ablösesummen für ausländische Spieler, die sechs Millionen Euro übersteigen, zu umgehen.

Demnach drohen den Teams, je nach Höhe der Ablösesumme, Punktabzüge von einem bis zu 15 Zählern. Wie der Verband mitteilte, können sie außerdem daran gehindert werden, eine Spielberechtigung für den Spieler zu erhalten, bis alle Details der Transferverträge und Zahlungsnachweise bei der Liga eingereicht wurden.

In den neuen Regularien heißt es, die verschärften Regeln seien erlassen worden, um auf „Probleme des aktuellen Transferprozesses“ einzugehen. Konkret geht es dabei um den Fall des Kongolesen Cedric Bakambu.

Der Stürmer wechselte Anfang Januar vom spanischen Erstligisten FC Villarreal zu dem von Roger Schmidt trainierten Super-League-Klub Beijing Guoan. Die Pekinger beharrten darauf, dass Bakambu die Ausstiegsklausel in Höhe von 40 Millionen Euro selbst gezahlt und sich als vertragsloser Spieler den Chinesen angeschlossen habe. Damit wollte der Klub die zu zahlende Steuer umgehen.

Schon zu Beginn des Wintertransfer-Fensters am 1. Januar hatte der CFA angekündigt, in der Transferperiode explizit auf Unstimmigkeiten zu achten und kein „Schlupfloch ausnutzendes Verhalten“ zu dulden. Die Steuermaßnahme wurde angewendet, um den chinesischen Markt nicht mit teuren ausländischen Spielern zu überfluten. Die zusätzlichen Einnahmen kommen der Nachwuchsförderung des Verbandes zugute.

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